Ich bin neu hier!

Werde Teil der FC Basel Community und registriere dich noch heute! Nimm an Wettbewerben teil messe dich im Tipp-Spiel gegen andere Fans und profitiere von exclusive Angebote des FC Basel und von seinen Sponsoren.

Account anlegen
27.02.2013 01:00 Uhr

2:1 in Thun - der FCB steht im Halbfinal des Schweizer Cups

Autor: Remo Meister, Thun Aktualisiert: 04.03.2013 16:05 Uhr

Der FC Basel 1893 gewann am Mittwoch, 27. Februar 2013, im Viertelfinal des Schweizer Cups auswärts gegen den guten FC Thun mit 2:1 (1:0, 1:1) nach Verlängerung. Alex Frei, der erstmals in diesem Jahr wieder mit von der Partie war, erzielte beide Treffer für den FCB – was für eine Geschichte! Die Basler gingen in der 12. Minute in Führung, mussten aber gegen die kämpferischen Thuner in der 79. Minute den Ausgleich hinnehmen. In der Verlängerung war es dann in der 114. Minute wieder der FCB-Topskorer der vergangenen drei Jahre, der das Team von Murat Yakin mit seinem zweiten Treffer in den Halbfinal schoss. Dies dank einer Basler Leistungssteigerung in der Schlussphase auch durchaus verdient. In der Runde der letzten Vier trifft der FCB am 17. April 2013 auswärts auf den FC Sion.

Es war eines dieser emotionalen Spiele, wie man sie im Cup-Wettbewerb immer wieder erlebt: Es ging hin und her, der FC Basel erwischte einen sehr guten Start, ging früh in Führung und verpasste es dann in der Folge, die Partie weiter klar zu beherrschen. Das Heimteam aus Thun kam derweil besser ins Spiel und erarbeitete sich einige Offensivszenen. Gut zehn Minuten vor Schluss erzielten die Berner Oberländer nicht unverdient den Ausgleich, ehe sie nach Nelson Ferreiras gelb-roter Karte mit einem Mann weniger in die Verlängerung mussten. Spätestens dort trat der FCB wieder sehr dominant auf und kam zu gefährlichen Gelegenheiten, unter anderem traf Fabian Frei aus kurzer Distanz die Latte. Fünf Minuten vor Ablauf der Extrazeit war es dann Alex Frei mit seinem zweiten Tor des Abends, das den Baslern den 2:1-Sieg und den Einzug in den Cup-Halbfinal sicherte.



Es war dies die Geschichte des Abends: Nachdem Frei bisher aufgrund von Krankheit und Trainingsrückstand in diesem Jahr noch nicht zum Einsatz gekommen war, leistete er in Thun den entscheidenden Beitrag zum Weiterkommen im Cup. „Ich habe gesagt, dass ich mich in den Dienst der Mannschaft stelle und da bin, wenn es mich braucht“, so der Doppeltorschütze nach der Partie. „Ich freue mich, dass es auf diese Weise geklappt hat und ich dem Team helfen konnte.“ Auch Trainer Murat Yakin war hinterher zufrieden mit dem Ergebnis: „Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, haben das Heft aber danach leider wieder etwas aus der Hand gegeben. Insgesamt sind wir dann trotzdem verdient in den Halbfinal eingezogen, weil wir in der entscheidenden Phase wieder zwingender waren. Ich freue mich auch über die Tore von Alex, er hat ein sehr gutes Debüt gegeben.“



Alex Freis frühes Tor



Was wurde in den letzten Tagen und Wochen nicht alles über die Nicht-Einsätze und mögliche Nominationen von FCB-Stürmer Alex Frei geschrieben und diskutiert. Nun, da ihn Trainer Murat Yakin wieder als „matchfit“ taxierte und gegen die Berner Oberländer von Beginn weg ins Team beorderte, wurde der FCB-Topskorer der vergangenen drei Saisons auch gleich zur Hauptfigur der Partie – und diese besondere Geschichte begann schon sehr früh im Spiel: In der 12. Minute spielte Mohamed Elneny aus dem zentralen Mittelfeld einen wunderbaren, langen Ball auf den rechten Flügel in den Lauf von Philipp Degen. Dessen präzise Flanke landete auf dem Kopf von Alex Frei, der goldrichtig stand und aus etwa sechs Metern zum 1:0 für die Basler einnickte.



Mehr Kapital konnte der FCB vorläufig nicht aus seinem optimalen Start schlagen. Gute Torchancen waren in der Folge auf Seiten der Gäste Mangelware. Zwar war das Team von Murat Yakin bemüht, das Spieldiktat zu übernehmen und regelmässig spielerische Nadelstiche zu setzen. Doch die Thuner versteckten sich ebenfalls nicht, im Gegenteil: Sie betrieben ein intensives Pressing, liessen den Ball gut laufen und waren mehrmals gut für einen schnellen Konter. In der 26. Minute musste sich FCB-Torhüter Yann Sommer lang machen, um den guten Schuss von Enrico Schirinzi aus rund 17 Metern zu parieren. Und in der 34. Minute war es Nelson Ferreira, der sich an der rechten Strafraumecke ein Herz fasste, sein scharfer Schuss strich aber knapp über das Tor. Der schnelle Thun-Flügel hatte auch die erste grosse Chance der zweiten Halbzeit, als er bei einem schnellen Gegenangriff des Heimteams eine präzise Hereingabe von Renato Steffen in der Mitte vor Sommer nur ganz knapp verpasste (58.).



Unkonzentriertheit vor Thuns Ausgleich



Danach war es zwar nicht so, dass die Thuner allzu zwingend gewesen wären, aber gemessen an den Offensivszenen hatten sie sicher nicht weniger vom Spiel als der Schweizer Meister und Cup-Titelhalter aus Basel. Dieser kam immerhin in der 63. Minute wieder mal zu einer guten Gelegenheit, als der eingewechselte Fabian Frei im Strafraum den Ball geschickt zurück auf Namensvetter Alex legte – doch der Linksschuss des 1:0-Torschützen wurde im letzten Moment noch von einem Thun-Verteidiger blockiert (63.). Aber insgesamt gelang den Gästen zu wenig, um die Führung auszubauen. Stattdessen gelang den Thunern in der 79. Minute der Ausgleich: Nach der Einwechslung von Mathieu Salamand ging es plötzlich schnell und aufgrund einer allgemeinen defensiven Unkonzentriertheit beim FCB kam der Eingewechselte zum Flanken und in der Mitte köpfte Marco Schneuwly zum 1:1 ein.



Unter anderem weil Nelson Ferreira kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit die gelb-rote Karte sah, spielte der FCB in der Verlängerung mit einem Mann mehr und war dann auch wieder klar überlegen. In der 99. Minute passte Marcelo Diaz auf Alex Frei, der bei nicht weniger als drei Versuchen nacheinander zweimal an Torhüter Faivre und einmal an der Thuner Verteidigung scheiterte. In der 106. Minute traf Fabian Frei nach einer Kopfball-Vorlage von Jacques Zoua die Latte, ehe er zehn Minuten später den entscheidenden Pass auf seinen Namensvetter Alex spielte: Er spitzelte dem 1:0-Torschützen den Ball im Strafraum geschickt zu, so dass Frei – der erneut am richtigen Ort stand – das entscheidende 2:1 erzielen konnte. Damit setzte der 33-jährige Stürmer in diesem Spiel, das er mit seinem ersten Tor lanciert hatte, auch noch den entscheidenden Schlusspunkt. Es war ihm sehr zu gönnen.



Das Telegramm:



FC Thun – FC Basel 1893 1:2 (0:1, 1:1) nach Verlängerung

Arena Thun. – 3‘664 Zuschauer. – SR Alain Bieri.

Tore: 12. Alex Frei 0:1 (Philipp Degen). 79. Schneuwly 1:1 (Salamand). 115. Alex Frei 1:2 (Fabian Frei).



FC Thun: Faivre; Lüthi (78. Salamand), Reinmann, Schindelholz, Schirinzi; Bättig; Steffen (64. Wittwer), Zuffi, Demiri (67. Betrat), Ferreira; Schneuwly.



FC Basel: Sommer; Philipp Degen, Sauro, Dragovic, Steinhöfer; Elneny; David Degen (62. Salah), Yapi (62. Fabian Frei), Serey Die (106. Zoua), Diaz; Alex Frei.



Bemerkungen: Thun ohne Horta, Hediger, Bigler, Ghezal und Matic (alle verletzt). FCB ohne Bobadilla (verletzt/gesperrt) und Jevtic (verletzt). FCB-Ersatzbank: Vailati, Ajeti, Voser, Fabian Frei, Salah und Zoua. Restliche Spieler ohne Aufgebot. – Gelb-rote Karte: 88. Ferreira (Unsportlichkeit). – Verwarnungen: 11. D. Degen (Weiterspielen nach Offside-Pfiff). 42. Sauro (Foul). 55. Steinhöfer (Unsportlichkeit). 55. Steffen (Unsportlichkeit). 72. Ferreira (Foul). 78. Diaz (Abstand nicht eingehalten).





Alex Frei kam, sah und traf - der FCB-Stürmer schoss beide Treffer beim 2:1-Sieg seines Teams.





Hier trifft Alex Frei in der 12. Minute per Kopf aus naher Distanz zum 1:0 für die Basler.





Auch Innenverteidiger Gastón Sauro stand beim Cupspiel in Thun in der Startformation.



(Fotos: Sacha Grossenbacher)