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03.03.2013 01:00 Uhr

Der FCB gibt sich in Genf keine Blösse

Autor: Caspar Marti, Genf Aktualisiert: 04.03.2013 12:00 Uhr

In der 22. Runde der Raiffeisen Super League traf der FC Basel 1893 auswärts auf den Servette FC. In einem hart umkämpften Spiel auf einem schwer bespielbaren Terrain kam der FCB zu einem 2:1 (1:1)-Erfolg. Beide Tore für die Basler schoss Aleksandar Dragovic. Nach seinem zweiten Treffer musste der Österreicher das Spielfeld aber mit Gelb-Rot verlassen, da er eine Geste machte, die sich später als Missverständnis herausstellte. Kurz zuvor hatte Serevettes Omar Kossoko ebenfalls Gelb-Rot gesehen, so dass beide Mannschaften das Spiel zu zehnt beendeten. Weiter geht es für den FCB am nächsten Donnerstag in der Europa League gegen Zenit St. Petersburg (21.05 Uhr, St. Jakob-Park).

Die 90 dominanten Minuten, die FCB-Trainer Murat Yakin von seinem Team im Vorfeld des Spiels gefordert hatte waren es zwar nicht gewesen, drei Punkte konnte der FCB von seiner Reise nach Genf trotzdem mitnehmen. Und das war es, was Yakin nach dem Spiel auch als erstes und wichtigstes erwähnte: „Ich bin froh und glücklich, dass wir dieses harte, zweite Auswärtsspiel innert kurzer Zeit gewinnen konnten.“ Ende gut, alles gut, ist man versucht zu sagen und dies trifft insofern zu, dass die Basler mit dem Punktemaximum von drei Punkten nach Hause gehen konnten. Von aussen hatte man allerdings den Eindruck gewinnen können, dass sich die Rotblauen das Leben zeitenweise selbst schwer gemacht hatten. Das tiefe und unebene Terrain mag mit ein Grund gewesen sein, dass es auf beiden Seiten zu viel unnötigen Ballverlusten kam, so dass auch beide Mannschaften eine gewisse Zeit benötigten ins Spiel zu kommen. Dazu kommt das harte Programm der Basler, das auch immer wieder zu Umstellungen in der Formation führt.



Der FCB kam aber immer besser mit den Umständen zurecht, erspielte sich in der Folge Tormöglichkeiten und nahm das Spiel in die Hand. Die erste Chance für die Basler besass Jacques Zoua: Einen Weitschuss von Alex Frei, wehrte Servette-Torwart Joao Barroca nach vorne ab, Zoua hob den Ball über den Torwart und erst auf der Linie konnte Issaga Diallo klären. Die zweite Chance besass Dragovic und nutzte diese zur 1:0-Führung. Stocker setzte sich auf der linken Seite gegen seinen Gegenspieler durch, spielte den Ball in die Mitte, wo Dragovic mit dem Fuss an den Ball kam und die FCB-Führung herstellte. Philipp Degen besass rund zehn Minuten später die Chance die Führung auszubauen, seine Direktabnahme nach einem Freistoss Alex Freis konnte Barocca aber abwehren. Danach liess sich der FCB etwas zurückfallen und wurde dafür kurz vor der Pause prompt bestraft. In der 46. Minute konnte Diallo unbedrängt flanken, der Ball kam zum freistehenden Goran Karanovic und dieser traf per Kopf zum Ausgleich.



Zehn gegen Zehn in der zweiten Halbzeit



Auch nach der Pause benötigten die Basler ein wenig Anlaufzeit und hatten wieder einige unnötige Ballverluste, Servette kam wacher aus der Kabine, schwächte sich aber selbst. Laglais Kouassi sah nach einer Unsportlichkeit seine zweite gelbe Karte. Der FCB nutzte die kurze Zeit der numerischen Überzahl zur Führung. Nach einem Eckball Alex Freis war es wieder Aleksandar Dragovic der vor dem Tor seine Chance nutzte, er sprang am höchsten und lenkte den Ball mit dem Kopf in die weite Ecke. Nach seinem Tor rannte der Innenverteidiger des FCB zurück in seine Hälfte und machte eine Geste in Richtung eines Assistenztrainers des FC Basel, mit dem er eine Wette laufen hatte. Mit seinem Kopfballtor gewann er diese und der Assistenztrainer musste eine Extrarunde laufen. Für Dragovic hatte diese Szene härtere Konsequenzen. Schiedsrichter Amhof musste es so verstehen, dass die Geste an die Servette-Fans gerichtet war und stellte den Österreicher vom Platz. Das Missverständnis wurde nach der Partie aufgeklärt, das Spiel setzten nun beide Mannschaften mit nur noch zehn Spielern fort, was zur Folge hatte, dass die auf dem Feld verbliebenen mehr Platz vorfanden. Dies kam eher den Gästen entgegen, der FCB besass danach noch die eine oder andere gute Chance zum 3:1, bis in der Schlussphase, als Servette nochmals alles riskierte und nach vorne warf.



Dass dieser Auftritt noch nicht ganz den Wünschen des Trainers entsprach ist logisch, da man bis zum Schluss um den Sieg beim Tabellenschlusslicht zittern musste. Nach dem Spiel erklärte er auch, was in den nächsten Spielen noch zu verbessern sei: „In gewissen Szenen hat mir die Entschlossenheit gefehlt. Nach dem Platzverweis gegen Dragovic verloren wir zudem die Kontrolle über das Zentrum, die Mischung zwischen Defensive und Offensive ist sicherlich etwas, an dem wir in Zukunft arbeiten müssen. Gefallen hat mir, dass die Mannschaft mentale Stärke bewiesen hat und trotz dem harten Programm einen hohen Rhythmus gehen konnte.“ Das harte Programm verlangt dem FCB zwar viel ab momentan, am nächsten Donnerstag wird er aber dafür belohnt – mit dem Europa-League-Achtelfinal gegen den FC St. Petersburg.



Das Telegramm:

 


Servette FC – FC Basel 1:2 (1:1)

Stade de Genève. – 7‘519 Zuschauer. SR Sascha Amhof.

Tore: 29. Dragovic 0:1 (Stocker). 46. Karanovic 1:1 (Diallo). 63. Dragovic 1:2 (Alex Frei).



Servette: Barroca; Diallo, Schneider, Mfuyi, Rüfli (82. Moiubandje); Kossoko, Kouassi, Pasche (92. Pont), Tréand (79. Lang); Karanovic, Vitkieviez.



FC Basel: Sommer; Philipp Degen, Sauro, Dragovic, Park; Cabral (62. Elneny); Zoua, Serey Die, Fabian Frei (62. Salah), Stocker; Alex Frei (74. Ajeti).



Bemerkungen: Servette ohne Ben, de Azavedo, Eudis, Grippo, Kusunga, Moutinho, Pizzinat und Routis (alle verletzt). Basel ohne Bobadilla, Jevtic, Streller (alle verletzt) und Schär (gesperrt). Ersatzbank Basel: Ajeti, David Degen, Diaz, Elneny, Salah, Steinhöfer und Vailati. Restliche Spielr ohne Aufgbebot. – Verwarnungen: 16. Kossoko (Foul). 19. Fabian Frei (Foul). 45. Zoua (Foul). 48. Dragovic (Foul). – Gelb-Rot: 61. Kossoko (Unsportlichkeit). 64. Dragovic (Unsportlichkeit).

 


 




Die mitgereisten FCB-Fans sorgten für gute Stimmung im Stade de Genève.


 



Yann Sommer zeigte auch in Genf eine souveräne Leistung.


 



Aleksandar Dragovic traf doppelt für den FCB und flog vorzeitig vom Platz.



(Photos: Hans-Jürgen Siegert)