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07.04.2013 01:00 Uhr

1:1 in St. Gallen: Der FCB zollt dem strengen Programm Tribut

Autor: Caspar Marti, St. Gallen Aktualisiert: 07.04.2013 18:57 Uhr

Im Spitzenspiel der 26. Runde in der Raiffeisen Super League spielte der FC Basel 1893 am 7. April 2013 in St. Gallen. Die Basler wirkten ein wenig müde, was sich auch auf die Präzision im Spiel des FCB auswirkte. Die Effizienz der Gäste war aber ein weiteres Mal beeindruckend. Kurz nachdem die St. Galler anfangs zweite Halbzeit durch Sébastien Wüthrich in Führung gingen (50.), hatte der FCB die perfekte Antwort bereit. Marco Streller nutzte in der 52. Minute die grösste Chance der Basler zum Ausgleich. Er verwertete einen Pfostenabpraller nach einem Schuss Fabian Freis. Mit dem Unentschieden in St. Gallen verteidigte der FCB seine punktemässige Tabellenführung und liegt nun noch ein Punkt vor den Grasshoppers. Weiter geht es am Donnerstag im ausverkauften St. Jakob-Park gegen Tottenham Hotspur, im Viertelfinal-Rückspiel der Europa League.

Noch am letzten Donnerstag war der FCB für eine gute Leistung mit einem 2:2 in London schlecht bedient gewesen. Anders war die Situation am Sonntagnachmittag in St. Gallen. Die Basler waren mit dem 1:1 in der Ostschweiz gut bedient für die Leistung, die sie in den 90 Minuten geboten hatten. Auch FCB-Trainer Murat Yakin sah das nach dem Spiel so: „Ich bin zufrieden mit dem Resultat und unserer Effizienz. Weniger gut beurteile ich die Leistung, diese werden wir noch analysieren müssen.“ Nicht ausser Acht lassen wollte Yakin die Tatsache, dass dem FC St. Gallen eine starke Leistung gelungen war: „Ich gratuliere dem FC St. Gallen zu einer starken Leistung. Sie haben gut gespielt, waren besser in den Zweikämpfen und haben den Rhythmus hoch gehalten.“ St. Gallens Trainer Jeff Saibene freute sich über das Kompliment: „Es ist schön ein solches Kompliment zu kriegen, gerade wenn man sieht, wo der FC Basel momentan steht.“ Damit meinte er wohl nicht den ersten Tabellenplatz in der Meisterschaft, den der FCB mit dem Punktgewinn in St. Gallen verteidigt hat, sondern bezog sich auch auf die starke Leistung der Rotblauen am Donnerstag in London.



Das strenge Programm, das mit den Europacupeinsätzen einhergeht, war sicherlich mit ein Grund, weshalb die Basler an diesem Sonntagnachmittag in der AFG Arena nie richtig ins Spiel fanden. Während der gesamten ersten Hälfte kamen die Gäste zu keinem Abschluss auf das gegnerische Tor. Defensiv liess der FCB nicht viel zu, mussten aber zweimal auf die starken Reflexe Yann Sommers vertrauen, der in der 13. Minute einen Schuss Oscar Scariones und zehn Minuten gegen Etoundi stark reagierte. Die beste Chance besass Sébastien Wüthrich, als er vor der Pause alleine auf den Basler Torwart zulaufen konnte, den Angriff aber mit einem lauen Schuss aus gut 20 Metern abschloss.



Basels prompte Antwort



Besser machte es der St. Galler kurz nach der Pause, nach einer Flanke Kristian Nushis. Wüthrich traf per Kopf zur Führung für die Ostschweizer. Überraschend war, wie gut der FCB auf diesen Rückschlag reagierte. Denn keine zwei Minuten hiess der Spielstand 1:1. Geoffroy Serey Die bediente in seiner besten Szene an diesem Tag Fabian Frei, der mit seinem Abschluss den Pfosten traf. Marco Streller reagierte daraufhin am schnellsten und versenkte den Ball im Tor. Dieses Resultat, das bis zum Schluss bestand hatte, schmeichelt dem FCB ein wenig. Besonders, da Stéphane Nater rund eine Viertelstunde vor Schluss noch ein reguläres Tor gelang, welches Alain Bieri fälschlicherweise wegen Offside annullierte.



Man muss aber auch berücksichtigen, dass der FCB in St. Gallen bereits sein 47. Pflichtspiel in dieser Saison bestritt und wohl auch ein wenig dem harten Programm Tribut zollte.  Gar nicht erst aufgeboten hatte Yakin die beiden Flügelspieler Valentin Stocker und Mohamed Salah, die in London noch geglänzt hatten. Nach dem kräfteraubenden Europacupsspiel gönnte der FCB-Trainer den beiden eine Pause. Dadurch ging dem FCB die Schnelligkeit auf den Flügeln abhanden, die ihn in den letzten Spielen auch so gefährlich und unberechenbar gemacht hatte. Nach dem 0:0 gegen die Grasshoppers, am Wochenende nach dem Spiel in Dnipropetrovsk, gibt der FCB also zum zweiten Mal in diesem Jahr Punkte nach einer Auslandsreise ab – zum zweiten Mal in einem Spitzenspiel. Es gibt also auch objektiv gesehen gute Gründe, weshalb der FCB in St. Gallen einen schwächeren Tag eingezogen hatte.



Noch in drei Wettbewerben vertreten



Der FC St. Gallen aber hat an diesem Nachmittag gezeigt, wieso er in der Super League auf dem dritten Rang steht. Der Aufsteiger zeigte eine kämpferische, beherzte Leistung und Saibene kam nicht mehr darum herum, das Ziel  neu zu formulieren, die Qualifikation für den Europacup. Das Ziel des FCB ist ein anderes: Einerseits besitzt er nun die grosse Chance sich am Donnerstag für den Halbfinal in der Europa League zu qualifizieren, andererseits wird er am folgenden Sonntag in der Meisterschaft gegen den FC Zürich versuchen weiter Punkte zu sammeln im Meisterrennen. In der darauffolgenden Woche wird er dann in Sion um den Einzug in den Cupfinal kämpfen. Das Programm bleibt also streng und man ist noch in drei Wettbewerben dabei. Wenn man dies berücksichtigt, ist ein Punkt auswärts beim Dritten auf alle Fälle ein gutes Resultat.

 


Das Telegramm:


 


FC St. Gallen – FC Basel 1893 1:1 (0:0)

AFG Arena. – 19‘500 Zuschauer (ausverkauft). – SR Alain Bieri.

Tore: 50. Wüthrich 1:0 (Nushi). 52. Streller 1:1 (Fabian Frei).



FC St. Gallen: Lopar; Mutsch, Montandon, Besle, Pa Modou; Nater, Janjatovic; Wüthrich (75. Martic), Scarione, Nushi; Etoundi (88. Sutter).



FC Basel: Sommer; Philipp Degen, Schär, Dragovic, Park; Cabral; Fabian Frei, Elneny, Serey Die, (60. Bobadilla), Yapi (6o. David Degen); Streller.



Bemerkungen: St. Gallen ohne Cavusevic, Ishak (beide verletzt) und Mathys (gesperrt). Basel ohne Diaz (verletzt). Ersatzbank Basel: Bobadilla, David Degen, Sauro, Steinhöfer, Vailati, Voser und Zoua. Restliche Spieler ohne Aufgebot. – Verwarnungen: 3. Serey Die (Foul). 12. Yapi (Foul). 60.Nushi (Foul). – 52. Pfostenschuss Fabian Frei.





Fabian Frei traf heute nur den Pfosten.


 




Marco Streller verwertete den Pfostenabpraller nach dem Schuss Fabian Freis.





Yann Sommer war in St. Gallen der gewohnt sichere Rückhalt.


 


(Fotos: Sacha Grossenbacher)