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17.04.2013 02:00 Uhr

Der Tanz auf drei Hochzeiten geht weiter

Autor: Caspar Marti, Sion Aktualisiert: 18.04.2013 00:15 Uhr

Der FC Basel 1893 qualifizierte sich am 17. April 2013 mit einem 1:0 (0:0)-Sieg in Sion für den Schweizer Cupfinal. In einem ausgeglichenen Spiel verwertete Valentin Stocker in der 72. Minute eine Flanke Marco Strellers mit dem Kopf zum einzigen Tor des Abends. Der FCB machte die ersten zwanzig Minuten in der ersten und der zweiten Halbzeit stark Druck. Beide Male kam aber der FC Sion wieder besser ins Spiel und hatte durch Crettenand (65.) seine wohl grösste Chance in Führung zu gehen, Yann Sommer reagierte aber, wie so oft zuletzt,  stark. Nach der Führung durch Stocker besass Mohamed Salah noch zwei gute Chancen, traf dabei aber nicht ins Tor, so dass der FCB bis zuletzt zittern musste, schlussendlich aber verdient den Finaleinzug feiern durfte. Der Cupfinal findet am Pfingstmontag, 20. Mai 2013, in Bern statt.

Vielleicht hatten die Spieler des FC Sion noch den letztjährigen Cup-Halbfinal im Kopf, als sie gegen Luzern mit 0:1 ausschieden, nach einem Tor Adrian Winters in der 7. Minute. Trainer der Luzerner war damals Murat Yakin. Auf alle Fälle liessen die Walliser dem FCB zuerst einmal die Initiative im Spiel. Und die Basler suchten in der Tat bereits in den Startminuten der Partie den Torerfolg, scheiterten aber vorerst an Andris Vanins. Der Walliser Torwart rettete gegen Salah (5.), gegen Streller (15.), und als er einen Weitschuss Philipp Degens in der 20. Minute abprallen liess, traf Salah mit seiner direkten Abnahme nur das Aussennetz. Je länger das Spiel aber dauerte, desto besser kam auch der FC Sion ins Spiel. Karim Yoda und Leo Itaperuna vergaben in der Schlussphase des ersten Umgangs die sich ihnen bietenden Chancen nur knapp. Und so stand es im gut gefüllten Tourbillon zur Pause 0:0. Yakin betonte schon vor dem Spiel, dass der FCB Geduld haben müsse, das sagte er auch nach der Partie: „Sion war gut organisiert, diszipliniert und liess uns wenig Raum, um anzugreifen. Wir brauchten Geduld.“



Diese Geduld benötigte er auch in der zweiten Hälfte, die er ohne Aleksandar Dragovic in Angriff nehmen musste. „Dragovic kam bereits nach wenigen Minuten zu mir, und erzählte mir, dass er ein muskuläres Problem habe“, erzählte Yakin nach dem Spiel. Es war wohl eher eine Vorsichtsmassnahme, auf Dragovic zu verzichten. Mehr Pech hatte Kay Voser, der sich bei einer Aktion eine Schulterluxation zuzog, die am Donnerstag genauer untersucht werden muss.



Chancen auf beiden Seiten



Das gleiche Bild wie in der ersten, bot sich den Zuschauern in der zweiten Halbzeit. Der FCB griff zunächst an, Sion igelte sich in der eigenen Platzhälfte ein. Zeitenweise standen alle elf Sion-Spieler in der eigenen Hälfte, während der FCB die Kugel an der Mittellinie hin und her spielte. In diese Phase fiel auch die erste grosse Chance des FCB: Vanins segelte an einer Flanke Mohamed Elnenys vorbei, Streller erreichte den Ball gerade noch vor der Auslinie, bediente Stocker und dieser schoss den Ball haarscharf am rechten Pfosten vorbei. Als sich Sion dann wieder nach rund zwanzig Minuten Spielzeit in der zweiten Hälfte gefangen hatte, besass Didier Crettenand die grosse Chance seine Farben in Führung zu bringen. Er lief alleine auf Sommer zu und probierte diesen mit einem Schuss aus rund 20 Metern zu bezwingen, der Basler Torwart war aber auf dem Posten und parierte den Abschluss des Wallisers. Wahrscheinlich wäre es knapp geworden, wäre Sion in Führung gegangen. Sion Trainer Arno Rossini lag mit seiner Einschätzung nach dem Spiel wohl richtig, dass es sich um ein Spiel gehandelt hatte, in dem jene Mannschaft als Sieger vom Platz geht, die zuerst ein Tor erzielt.



Am Ende war es auf alle Fälle so. Nach einer Flanke Strellers von links stieg Stocker in der Mitte am höchsten und traf per Kopf zur Basler Führung. Danach besassen zwar beide Mannschaften noch Chancen, doch die beiden Torhüter machten ihre Sache gut, im Gegensatz zu den angreifenden Spielern. Bis in die letzten Minuten griffen die Walliser, angefeuert von ihrem frenetischen Anhang, an und dem FCB boten sich dadurch Kontermöglichkeiten. Stockers Tor blieb aber das einzige an diesem Abend; mit der Folge, dass sich der FCB für den Cupfinal am 20. Mai in Bern qualifizierte.

In Richtung Bern wird der FCB das erste Mal bereits diesen Sonntag reisen, allerdings ins Oberland. Dort nämlich bestreitet der FCB gegen den FC Thun sein nächstes Meisterschaftsspiel (13.45 Uhr, Arena Thun).

 


 


Das Telegramm:




FC Sion – FC Basel 1893 0:1 (0:0)

Tourbillon. – 13‘800 Zuschauer. SR Nikolaj Hänni.

Tore: 72. Stocker 0:1 (Streller).



FC Sion: Vanins;  Vanczak, Lacroix, Dingsdag, Bühler; Basha, Gattuso (69. Marques); Yoda (75. Ndjeng), Darragi (63. Regazzoni), Crettenand; Itaperuna.



FC Basel: Sommer; Philipp Degen, Schär, Dragovic (46. Sauro), Voser (61. Cabral); Frei; Salah (91. Diaz), Elneny, Serey Die, Stocker; Streller.



Bemerkungen: Sion ohne Lafferty, Margairaz (beide verlezt) und Fernandes (gesperrt). Basel ohne Park (verletzt). Ersatzbank Basel: Bobadilla, Cabral, David Degen, Diaz, Sauro, Vailati und Zoua. Restliche Spieler ohne Aufgebot. – Verwarnungen: 29. Salah (Schwalbe). 35. Gattuso (Reklamieren). 82. Regazzoni (Foul).





Geoffroy Serey Die bei seiner Rückkehr ins Tourbillon.


 




Mohamed Salah im Zweikampf mit Oussama Darragi.




Marco Streller bereitete mit einer Flanke das Tor von Stocker vor.



(Fotos: Sacha Grossenbacher)