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28.04.2013 01:00 Uhr

Überraschung im St. Jakob-Park: 0:3-Niederlage gegen Luzern

Autor: Remo Meister Aktualisiert: 28.04.2013 17:18 Uhr

Der FC Basel 1893 unterlag am Sonntag, 28. April 2013, im St. Jakob-Park dem FC Luzern mit 0:3 (0:2). Die Tore für die Innerschweizer erzielten Daniel Gygax und Xavier Hochstrasser vor der Pause sowie Adrian Winter in der 70. Minute. Der FCB kam insbesondere in der ersten Hälfte nicht auf Touren. Nach dem Seitenwechsel spielten die Basler deutlich besser, aber gegen die defensiv sehr stabilen und konter-gefährlichen Luzerner blieben sie im Abschluss glücklos. Damit verpasste es der FCB, seinen Tabellen-Vorsprung von drei Punkten auf GC auszubauen. Weiter geht es für das Yakin-Team am Donnerstag mit dem Halbfinal-Rückspiel gegen den Chelsea FC in der UEFA Europa League.

Der FCB hat am Sonntagnachmittag eine Chance vergeben. Mit einem positiven Resultat gegen den FC Luzern hätte sich die Mannschaft von Trainer Murat Yakin in der Tabelle der Super League vom Verfolger Grasshopper Club Zürich etwas absetzen können. Nach 90 gespielten Minuten zeigten aber die Stadion-Screens im St. Jakob-Park alles andere als ein schönes Ergebnis an – mit 0:3 unterlagen die Basler den Luzernern, es war klar die höchste Niederlage in dieser Saison und die erste Meisterschafts-Heimniederlage überhaupt unter Yakin. „Das Resultat geht in Ordnung“, sagte der FCB-Trainer nach dem Spiel. „Man muss es auch mal akzeptieren, wenn der Gegner besser war – Gratulation an den FCL. Wir haben heute gesehen, dass es auch für uns nicht einfach ist, bei diesem strengen Programm immer auf höchstem Niveau zu spielen.“



In der Tat kam der FCB von Beginn weg nicht richtig auf Touren. Die Luzerner spielten frisch und frech nach vorne, allerdings ohne ihre Defensive zu vernachlässigen. Denn der FCB versuchte zwar durchaus, das Spiel an sich zu reissen, doch in der Offensivbewegung blieben die Basler ein ums andere Mal an der engmaschigen und gut organisierten FCL-Verteidigung hängen. Da zeigten sich die Luzerner bedeutend effizienter: Nach einer knappen Viertelstunde lief Daniel Gygax nach einem langen Ball und einem Ausrutscher von Gastón Sauro alleine auf Yann Sommer zu und traf souverän zum 1:0 für die Gäste.



Mehr Chancen für Luzern



Auch in der Folge hatten die Innerschweizer die gefährlicheren Szenen in der gegnerischen Zone, mehrmals tauchten sie nach Angriffen über ihre schnellen Flügel im Strafraum der Basler auf. FCB-Leihgabe Stephan Andrist schoss aus nächster Nähe über das Tor (20.), kurz zuvor war der Ball aus dem Gewühl heraus am Pfosten von Yann Sommers Gehäuse gelandet. Der FCB seinerseits tat sich in der Vorwärtsbewegung schwer und fand nur selten die entscheidenden Anspielstationen. Dafür versetzten die Luzerner dem Heimteam kurz vor dem Pausenpfiff noch einmal einen empfindlichen Nadelstich, als Xavier Hochstrasser – von Adrian Winter lanciert – in der 44. Minute zum 2:0 für die Gäste traf. Das Team vom ehemaligen FCB-U21-Trainer Carlos Bernegger hatte im „Joggeli“ in den ersten 45 Minuten ein starkes Zeichen gesetzt.



Nach dem Seitenwechsel kam der FCB klar besser ins Spiel, das Yakin-Team wirkte nun frischer und entschlossener. Doch im Abschluss fehlte in Abwesenheit von Marco Streller, der an muskulären Problemen leidet, weiterhin das Glück: Sauro, der für den ebenfalls leicht angeschlagenen Fabian Schär spielte, scheiterte mit seinem Schuss (49.) ebenso wie Stürmer Raúl Bobadilla in drei guten Aktionen zwischen der 53. und 59. Minute. Und Fabian Frei traf in der 62. Minute den Pfosten. Die Basler hatten nun eindeutig mehr vom Spiel, doch die Luzerner zeigten sich erneut effizienter – und erzielten in der 70. Minute über einem sauber geführten Konter das 3:0. Adrian Winter wurde vom eingewechselten Dimitar Rangelov in die Tiefe geschickt und liess Yann Sommer keine Abwehrchance.



Yakin: „Wir waren zu wenig zwingend“



Das war natürlich die Entscheidung, und FCL-Trainer Carlos Bernegger sagte hinterher: „Die zweite Halbzeit war sehr intensiv, aber meine Mannschaft hat gut dagegengehalten. Das freut mich sehr, es war ein ganz wichtiger Sieg für uns.“ Sein Team müsse sich noch konstant an dieses hohe Niveau gewöhnen, „heute war ein guter Schritt in diese Richtung“. Murat Yakin hingegen war verständlicherweise „enttäuscht, denn wir wollten von der GC-Niederlage profitieren. Aber leider kamen wir nie recht in die Zweikämpfe. In der zweiten Halbzeit wurde es besser, aber auch da waren wir zu wenig zwingend.“ Er habe ein paar Änderungen in der Aufstellung vornehmen müssen, um Frische in die Mannschaft zu bringen. „Das hat leider nicht die erhoffte Wirkung gebracht“, so Yakin.



Weiter geht es für den FCB am kommenden Donnerstag, wenn er sich aufmacht, um in London die ganz grosse Sensation zu schaffen: Beim Halbfinal-Rückspiel in der UEFA Europa League gegen den Chelsea FC müssen die Basler ein 1:2 aus dem Hinspiel wettmachen. Die Motivation, nach der klaren Niederlage gegen Luzern wieder für positive Schlagzeilen zu sorgen, dürfte auf jeden Fall sehr gross sein.



Das Telegramm:



FC Basel 1893 – FC Luzern 0:3 (0:2)

St. Jakob-Park. – 28‘440 Zuschauer. – SR Alain Bieri.

Tore: 14. Gygax 0:1. 44. Hochstrasser 0:2. 70. Winter 0:3.



FC Basel: Sommer; Philipp Degen, Sauro, Dragovic, Park (46. Steinhöfer); Frei; David Degen (63. Salah), Serey Die (46. Zoua), Diaz, Stocker; Bobadilla.



FC Luzern: Zibung; Sarr, Stahel, Puljic, Thiesson; Renggli (60. Wiss); Winter (87. Muntwiler), Kasami (60. Rangelov), Hochstrasser, Andrist; Gygax.



Bemerkungen: FCB-Ersatzbank mit Ajeti, Voser, Vailati, Salah, Cabral, Steinhöfer und Zoua. Restliche Spieler in der U21 oder ohne Aufgebot. – Luzern ohne Hyka und Lezcano (beide verletzt). – Verwarnungen: 64. Sauro (Foul). 76. Puljic (Foul). 79. Zoua (Schwalbe). – 62. Pfostenschuss Frei.





Serey Die und seine Kollegen kamen gegen den FCL für einmal nicht richtig ins Spiel.





Marcelo Diaz spielte gemeinsam mit Serey Die im zentralen Mittelfeld.





Ein alter Bekannter. FCB-Leihgabe Stephan Andrist im Luftkampf mit Joo Ho Park.



(Fotos: Sacha Grossenbacher)