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26.05.2013 01:00 Uhr

Der FCB verliert in der letzten Minute

Autor: Caspar Marti, Zürich Aktualisiert: 27.05.2013 09:40 Uhr

Der FC Basel 1893 verliert das Spitzenspiel gegen den Grasshoppers Club Zürich in der letzten Minute mit 0:1. Während der gesamten Spielzeit war der FCB die dominantere Mannschaft und hatte mehrere Möglichkeiten besessen das Spiel für sich zu entscheiden. Eine Unkonzentriertheit in der Nachspielzeit ermöglichte den Grasshoppers aber den Sieg, Anatole kam fünf Meter vor dem Tor zum Abschluss und spitzelte den Ball an Yann Sommer vorbei. Die Meisterschaft bleibt damit spannend, zwei Runden vor Schluss führt der FCB die Tabelle weiterhin an, allerdings nur noch mit drei Punkten Vorsprung. Das nächste Spiel bestreitet der FCB am Mittwoch in Bern gegen die Young Boys (20.30 Uhr, Stade de Suisse).

Allein in den letzten zehn Minuten hatte der FCB noch drei hervorragende Chancen besessen, das Spiel auf seine Seite zu entscheiden. Aber zweimal rettete Roman Bürki gegen Marco Streller, das dritte Mal wollte dieser den Ball auf Mohamed Salah legen, doch der eingewechselte Ägypter kam einen kleinen Schritt zu spät. Und so wurde diese Szene in der Nachspielzeit matchentscheidend: Ein hoher Ball kam in den Basler Strafraum, Frank Feltscher leitete diesen per Kopf weiter zu Anatole, und der GC-Stürmer spitzelte den Ball am Basler Torwart Yann Sommer vorbei – 1:0 für GC. Wenige Momente später war die Partie vorbei und somit bleibt die Schweizer Fussballmeisterschaft spannend.



Zwei Runden vor Schluss führt der FCB die Tabelle zwar weiterhin an, allerdings nur mit drei Punkten Vorsprung, statt mit deren sechs, wie es bei einem Unentschieden der Fall gewesen wäre. FCB-Captain Marco Streller sagte zwar nach dem Spiel, dass er die Niederlage auf seine Kappe nehme, allerdings wäre es zu einfach die Schuld dafür nur beim Stürmer zu suchen. Denn beim Gegentor in der Nachspielzeit machte die Basler Hintermannschaft keinen soliden Eindruck. Auch Murat Yakin meinte, dass diese Flanke niemals hätte den Weg in den Basler Strafraum finden dürfen.



Die alte Fussballweisheit



In den 90 Minuten zuvor hatte sich den Zuschauern ein Spiel geboten, in dem der FCB die aktivere Mannschaft gewesen war. Bereits in der sechsten Minute hatte Valentin Stocker die Führung auf dem Fuss gehabt, sein Abschluss wurde aber von Milan Vilotic auf der Linie abgewehrt. In der Schlussphase reihte sich dann Chance an Chance für den FCB, nur wollte der Ball einfach nicht über die Linie. Auch GC-Trainer Uli Forte sprach nach dem Spiel von „einem glücklichen Sieg“.



In der Tat: Aus FCB-Sicht kann man aufgrund der Überlegenheit durchaus von einer unnötigen Niederlage sprechen. Man kann den Spielern aber eigentlich keinen Vorwurf machen, bestimmten sie doch das Geschehen auf dem Platz und waren sie doch praktisch nie in Gefahr die Partie zu verlieren, bis zur Nachspielzeit. Davor fehlte es dem FCB lediglich an der Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor und zeitenweise vielleicht an der Stringenz auf den letzten zwanzig Metern. Yakin bemühte nach dem Spiel zu Recht die alte Fussballweisheit. „Wer sie vorne nicht macht kriegt sie hinten.“



Zwei verbleibende Matchbälle



Die drei Punkte bleiben deshalb in Zürich und der FCB hat es verpasst den ersten von drei Matchbällen zu verwerten. Das Rezept kann jetzt nur heissen nach vorne zu schauen und diese unglückliche Niederlage abzuhaken. So sah es auch der Trainer: „Wir müssen cool bleiben und einen, der zwei verbleibenden Matchbälle verwerten.“ Schliesslich führt das Yakin-Team die Tabelle immer noch mit drei Punkten Vorsprung an und hat es nach wie vor in den eigenen Händen sich den Meistertitel zu sichern.



Dem Saisonziel einen entscheidenden Schritt näher zu kommen, das werden die Basler ein erstes Mal am nächsten Mittwoch versuchen. Dann treffen sie im Stade de Suisse auf die Berner Young Boys. Holt der FCB in dieser zweitletzten Runde mehr Punkte als GC, dann steht er als Meister fest. Holt er gleichviele Punkte wie die Zürcher, ist er dank der guten Tordifferenz seinem Ziel sehr nahe, die endgültige Entscheidung fiele aber erst in der letzten Runde. Das ist natürlich auch der Fall,  sollte er in Bern weniger Punkte holen als die Zürcher in St. Gallen. Findet der FCB zur Effizienz zurück, die ihn in dieser Rückrunde lange Zeit ausgezeichnet hatte, müsste der erneute Gewinn der Meisterschaft realisierbar sein.

 





Das Telegramm:



Grasshoppers Club Zürich – FC Basel 1893 1:0 (0:0)

Letzigrund. – 17‘100 Zuschauer. – SR Sascha Kever.

Tore: 92. Anatole.



GC: Bürki; Bauer, Vilotic, Grichting, Rocha (88. Brahimi); Salatic, Abrashi (79. Coulibaly); Hajrovic (69. Feltscher), Gashi, Zuber; Anatole.



Basel: Sommer; Philipp Degen, Schär, Dragovic, Steinhöfer; Frei (90. Serey Die); David Degen (63. Salah), Diaz (79. Elneny), Cabral, Stocker; Streller.



Bemerkungen: GC ohne Lang, Pavlovic, Toko, Xhaka (alle verletzt) und Ben Khalifa (gesperrt). Basel ohne Yapi (verletzt). Ersatzbank Basel: Bobadilla, Elneny, Salah, Sauro, Serey Die, Vailati und Voser. Restliche Spieler ohne Aufgebot. – Verwarnungen: 56. Frei (Foul).





Die FCB-Fans warteten vor dem Spiel im Letzigrund mit einer schönen Choreo auf, der Wunsch der Fans ging aber leider noch nicht in Erfüllung.





Valentin Stocker bei der wohl grössten Chance des Spiels in der 6. Minute.


 




Die beiden Captains, Marco Streller und Veroljub Salatic, im Zweikampf.


 


(Fotos: Sacha Grossenbacher und Uwe Zinke)