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29.05.2013 01:00 Uhr

Der FCB gewinnt in Bern 1:0 und rückt seinem Ziel extrem nahe

Autor: Caspar Marti, Bern Aktualisiert: 30.05.2013 02:06 Uhr

Der FC Basel 1893 gewinnt am 29. Mai 2013 gegen den BSC Young Boys mit 1:0 (0:0). Fabian Frei war in einem nervenaufreibenden Spiel der einzige Torschütze, er verwertete in der 55. Minute einen Penalty, nach einem Foul an Gastón Sauro. Gleichzeitig gewannen die Grasshoppers in St. Gallen mit 2:1. Die Situation an der Tabellenspitze bleibt damit vor der letzten Runde dieselbe, der FCB führt die Rangliste weiterhin mit drei Punkten Vorsprung an, dürfte aber aufgrund der besseren Tordifferenz nicht mehr eingeholt werden können. Das letzte Spiel der Saison 2012/2013 bestreitet der FCB am nächsten Samstag zuhause gegen den FC St. Gallen (20.30 Uhr, St. Jakob-Park).

Angefangen hatte Murat Yakin überraschend mit einem Zweimannsturm, mit Marco Streller und Raúl Bobadilla. Dafür spielte Markus Steinhöfer im rechten Mittelfeld, um dort für mehr Stabilität zu sorgen. Am Ende der Partie stand dann kein nomineller Stürmer mehr auf dem Platz. In der Schlussphase ging es wirklich nur noch darum den 1:0-Vorsprung über die Zeit zu bringen und auf gute Kontermöglichleiten zu lauern. Zwar stand da der FCB mit einem Mann mehr auf dem Platz, doch eine gewisse Nervosität war den Spielern des FCB auf der Zielgeraden anzumerken. Das ist auch verständlich, nach der Niederlage gegen GC am vergangenen Sonntag.



Zu Beginn der Partie kam der FCB nicht richtig in die Gänge. YB war die bessere Mannschaft in der Startphase, wusste daraus aber keinen Profit zu schlagen. „Wir hatten ein wenig Mühe ins Spiel zu kommen, daher stellte ich nach zwanzig Minuten um und nahm Bobadilla auf den Flügel. Dort hatte er dann mehr Platz und unser Mittelfeld wurde noch stabiler“, erklärte Yakin nach dem Spiel. Der Plan des FCB-Trainers ging auf, fortan war der FCB die bessere, die sicherere und gefährlichere Mannschaft. Bobadilla prüfte YB-Goalie Marco Wölfli nach knapp 20 Minuten ein erstes Mal, in der 38. Valentin Stocker ein zweites Mal, Streller in der 41. ein drittes Mal. Immer war der Berner Torwart auf der Höhe. Die Pause kam für die Gastgebern wohl zum richtigen Zeitpunkt.

 


Hektische Schlussphase



Doch auch nach dem Wiederanpfiff war der FCB zuerst tonangebend, die spielentscheidende Szene ereignete sich in der 55. Minute im Berner Strafraum: Dusan Veskovac riss Gastón Sauro nach einem Freistoss um, und Schiedsrichter Stephan Klossner entschied zu Recht auf Elfmeter. Fabian Frei übernahm die grosse Verantwortung und zeigte keine Nerven – 1:0 für den FCB. Danach wurde es hektisch, zuerst sprang Aleksandar Dragovic im Strafraum der Ball an die Hand, Klossner liess weiterlaufen. Wenig später stellte er Marco Bürki nach zwei Fouls innert kürzester Zeit mit Gelb-Rot vom Platz, Bernard Challandes nannte diesen Entscheid „sehr, sehr, sehr, sehr hart“. Er war aber vertretbar.



Und dann folgte eben diese hektische Schlussphase, in welcher der FCB in Überzahl zwar, sich aber nur noch selten aus der eigenen Platzhälfte wagte und noch einige Male die Nerven der Fans strapazierte, aber auch nicht mehr wirklich Gefahr vor dem eigenen Tor aufkommen liess. Spätestens mit der Einwechslung von Arlind Ajeti für Bobadilla war das Ziel vorgegeben – den Vorsprung über die Zeit zu retten.



Erster Sieg in Bern seit 2010



Das gelang dem FCB und zum ersten Mal seit der denkwürdigen Finalissima im Jahr 2010 konnten die Basler im Stade de Suisse wieder gewinnen. Seither gab es fünf Unentschieden in Bern, als es darauf ankam war der FCB aber wieder bereit und holte sich diese drei extrem wichtigen Punkte. Wichtig wurden sie vor allem als GC gegen St. Gallen mit 2:1 in Führung ging. Zu diesem Zeitpunkt war der Vorsprung auf die Zürcher nämlich auf einen Punkt geschrumpft und das Momentum lag zu diesem Zeitpunkt bei den Grasshoppers. Aber nur für kurze, denn wenig später folgte Fabian Freis erlösendes Penaltytor.



Mit dem Drei-Punkte-Vorsprung und der um 16 Treffer besseren Tordifferenz eine Runde vor Schluss, dürfte sich der FCB aber die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen und beim Heimspiel gegen St. Gallen am nächsten Samstag den 16. Meistertitel feiern, den vierten in Folge. Gratulationen gab es von Berner Seite schon einmal, auch wenn noch rein rechnerisch nichts definitiv ist. Die Stimmung in der Garderobe des FCB war nach dem Spiel schon sehr ausgelassen. Trotzdem ist noch eine Partie zu spielen und die Vorgabe für diese gab Yakin nach Spielschluss bekannt: „Wir wollen am Samstag dem eigenen Publikum noch ein tolles Spiel zeigen zum Saisonabschluss.“ Das dürfte, nachdem der Druck nun ein wenig gewichen ist, im Bereich des Möglichen liegen. Danach sollte dann einem grossen Fest auf dem Barfüsserplatz nichts mehr im Wege stehen.

 


Das Telegramm:



BSC Young Boys – FC Basel 1893 0:1 (0:0)

Stade de Suisse. – 19‘322 Zuschauer. SR Stephan Klossner.

Tore: 55. Frei 0:1 (Foulpenalty).



YB: Wölfli; Sutter, Nef, Veskovac, Bürki; Spycher; Nuzzolo (79. Raimondi), Farnerud, Frey (65. Tabakovic), Gerndt; Afum.



FCB: Sommer; Philipp Degen (78. Elneny), Sauro, Dragovic, Voser; Steinhöfer, Cabral, Frei, Stocker; Streller (60. Salah), Bobadilla (88. Ajeti).



Bemerkungen: YB ohne Costanzo, Gonzalez, Doubai, Schneuwly, Simpson, Zarate (alle verletzt), Martinez (Nationalmannschaft) und Zverotic (gesperrt). Basel ohne Schär (gesperrt) und Yapi (verletzt). Ersatzbank Basel: Ajeti, Elneny, Park, Salah, Serey Die, Vailati und Zoua. Restliche Spieler ohne Aufgebot. – Gelb-Rot: 73. Bürki (Foul). Verwarnungen: 55. Veskovac (Foul). Frei (Foul). 60. Stocker (Reklamieren). 72. Bürki (Foul). 88. Nef (Foul).







Die Basler Fankurve im Stade de Suisse war gut gefüllt.


 




Raúl Bobadilla spielte von Anfang an im Zweimannsturm mit Marco Streller.





Gastón Sauro mit vollem Einsatz gegen Michael Frey.





Fabian Frei, Markus Steinhöfer und Marco Streller feiern Freis Penaltytor zum 1:0.





Am Ende liess sich der FCB feiern, da er sein Meisterziel praktsich erreicht hat.





(Fotos: Sacha Grossenbacher und Uwe Zinke)