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01.06.2013 02:00 Uhr

Vier Titel in Folge: Das gab es erst einmal

Autor: Caspar Marti Aktualisiert: 01.06.2013 22:34 Uhr

Mit dem vierten Mietertitel in Folge hat der FC Basel 1893 einen Rekord des BSC Young Boys aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts egalisiert. Allein schon diese Tatsache zeigt auf, was für eine grosse Leistung der FCB in diesem und den vergangenen drei Jahren vollbracht hat. Dazu wurde eine andere Serie egalisiert, zusammen mit den Grasshoppers und dem FCZ. In den letzten 13 Jahren ging der Titel immer nach Basel oder Zürich; das war schon einmal der Fall zwischen den Jahren 1966 und 1978. Rein von der Statistik her müsste daher im nächsten Jahr eine Mannschaft aus einer anderen Stadt Meister werden. Rekorde sind aber bekanntlich dazu da, um gebrochen zu werden, hoffentlich vom FC Basel.

Marco Streller hatte Ende der letzten Saison gesagt, es sei schwierig die vergangene Spielzeit zu toppen. Ob das dem FCB gelungen ist, sei der persönlichen Beurteilung eines jeden selben überlassen. Auf alle Fälle wurde der FCB erneut Meister, stand im Cupfinal und qualifizierte sich erstmals in seiner Geschichte für einen Europacup-Halbfinal. Die Spielzeit 2012/2013 bescherte dem FCB und seinen Anhängern eine Vielzahl von unbeschreiblich schönen Momenten, wenn es zwischendurch auch ein wenig haperte.





Der Jubel nach Fabian Freis Führungstor in Bern am 29. Mai 2013 in Bern.



Begonnen hat die Saison 2012/2013 für den FCB an einem regnerischen Freitag in Genf. Die Mannschaft war im Vergleich zum Vorjahr stark verändert, Xherdan Shaqiri hatte in der Sommerpause zu Bayern München gewechselt, Granit Xhaka zu Borussia Mönchengladbach und David Abraham zu Getafe. Nach dem Abgang dieser drei Leistungsträger, kam es zu einem grösseren Umbruch. Dafür kehrte unter anderem David Degen zurück zum FCB. Und der Rückkehrer schoss die Basler in einem hartumkämpften Spiel gegen Servette gleich zum Sieg. Dass diese beiden Mannschaften in der Schlussrangliste so weit voneinander entfernt sein würden, damit hatte man damals wohl nicht gerechnet, immerhin hatten sich die Genfer an diesem Abend gut geschlagen und sich in der Saison zuvor für den Europacup qualifiziert. Der FCB hatte drei Punkte aus der Auftaktpartie mitgenommen und schien sich in den gewohnten Regionen der Tabelle festzusetzen. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.



Trainerwechsel im Herbst



Der FCB sowie Servette fanden in diesem Herbst den Tritt nicht wirklich. Das Rückspiel im St. Jakob-Park gegen die Genfer war auch gleichzeitig die letzte Partie der Rotblauen mit Heiko Vogel an der Seitenlinie. Zwar gewann der FCB auch diese Begegnung, doch verschiedene Auffassungen von Vogel und der Vereinsleitung, wie man zurück in die Erfolgsspur kommen könne, verhinderten eine längere Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Assistenztrainer von Thorsten Fink. Als neuer Trainer wurde darauf der ehemalige Innenverteidiger des FCB, Murat Yakin, als Trainer angestellt.



Trotz kurzen Anlaufschwierigkeiten entwickelte sich die Zusammenarbeit mit Yakin in den vergangenen acht Monaten zu einer Erfolgsgeschichte. Neben der erstmaligen Qualifikation für einen Europacup-Halbfinal kann der FCB nun seinen vierten Meistertitel in Folge feiern, und das trotz des Abgang des erfolgreichsten FCB-Torschützen der letzten Jahre, Alex Frei.





Beim Heimspiel gegen Chelsea wurde der Sektor C von einer riesigen Fahne bedeckt.



Konstant an der Spitze dabei seit über zehn Jahren



Nach einer Finalissima gegen die Young Boys 2010, einer Entscheidung am letzten Spieltag im Kampf mit dem FC Zürich 2011, einer Saison, die der FCB dominiert hatte 2012, wurde der Meistertitel in diesem Jahr wieder in der letzten Runde vor dem Saisonende erreicht, am zweitletzten Spieltag konnte der FCB, den auf ihm lastenden Druck mit dem Auswärtssieg gegen die Young Boys von sich nehmen, und nun im Heimspiel gegen den FC St. Gallen den Meistertitel feiern.



Es spricht klar für den FCB, dass er sich über diese Jahre an der Spitze der Liga halten konnte, während sich die Mitstreiter um den Titel abwechselten. Es ist ein Zeichen der Konstanz. Überhaupt ist die Bilanz der letzten elf Jahre beeindruckend: Ein dritter Platz im Jahre 2009 ist das schlechteste Resultat der Basler in dieser Zeitspanne. In dieser Zeit wurden acht Meistertitel gewonnen, die Cuptrophäe fand den Weg sechs Mal ans Rheinknie.



Insgesamt weist die Bilanz des FCB nun 16 Meistertitel auf, dies ist der drittbeste Wert im Schweizer Fussball. Wenn dann einmal noch ein 17. dazukommen würde, hätte der FCB einen weiteren Wert egalisiert und würde mit Servette Genf gleichziehen, womit die Genfer wieder ins Spiel kommen und sich der Kreis der Saison 2012/2013 vorerst einmal schliesst.





Murat Yakin bei seinem ersten Spiel als FCB-Trainer im vergangenen Herbst in Luzern.