


Der FC Basel trifft in der Champions League auf die Münchner
Der FCB-Coach Thorsten Fink trifft mit Bayern München auf den Klub, mit dem er als Spieler 2001 die Königsklasse gewonnen hat. Das sei «sehr speziell», sagt der Trainer. Die AS Roma und der rumänische Double-Gewinner FC Cluj sind die weiteren Gegner der Basler.
ram. Die Champions League ist für einen Schweizer Klub kein Wunschkonzert – wer die Königsklasse erreicht und damit die Aussicht auf 20 bis 30 Millionen Franken Einnahmen geniesst, freut sich auf jeden Gegner. Mit dem FC Bayern München als Gegner in der Gruppe E ist für den FC Basel bei der Auslosung in Monaco dennoch ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen.
Der deutsche Meister, der im Mai den Champions-League-Final erreicht und 0:2 gegen Internazionale verloren hat, ist der grösste Klub aus der deutschen Bundesliga, die in Basel wie kaum in einer anderen Schweizer Stadt einen hohen Stellenwert geniesst.
Die FCB-Präsidentin Gisela Oeri stammt aus Deutschland, und der FCB-Trainer Thorsten Fink spielte von 1997 bis 2003 bei den Bayern. Dass Fink nun als Coach zu einem Wiedersehen mit dem Verein kommt, mit dem er 2001 als Spieler die Champions League gewonnen hatte, sei «sehr speziell», sagte Fink. Gegen die AS Roma spielte der FC Basel bereits vor einem Jahr in der Europa League, der 2:0-Sieg gegen Roma im St.-Jakob-Park leitete nach dem schwierigen Start in der Meisterschaft den späteren Aufschwung ein.
Der 2. Platz als Überraschung
So rosig die finanziellen Aussichten auch sein mögen, so müssig sind zum jetzigen Zeitpunkt Spekulationen über die sportlichen Aussichten des Schweizer Meisters. Zwar besitzen immerhin elf Basler Spieler Erfahrung in der Champions League, doch das Erreichen des zweiten Platzes und damit der Qualifikation für die Achtelfinals käme einer grossen Überraschung gleich. Fink sagte denn auch, dass «Platz drei im Bereich des Möglichen sein dürfte», der dritte Gegner, CFR 1907 Cluj aus Rumänien, liege «etwa auf Augenhöhe».
Zur Erinnerung: Vor zwei Jahren wurde der FC Basel mit 1 Punkt Letzter in der Gruppe mit Barcelona, Sporting Lissabon und Schachtjor, in der vergangenen Champions-League-Saison belegte der FC Zürich mit 4 Punkten ebenfalls den letzten Gruppenplatz.
Neben den Spielern im FCB ist Stéphane Grichting der einzige Schweizer, der ebenfalls in der Champions League spielt. Der Auxerre-Verteidiger trifft in der attraktiven Gruppe G neben Ajax auf Real Madrid und die AC Milan. Der Titelhalter Internazionale hat in der Gruppe A mit Tottenham Hotspur, Werder Bremen und Twente Enschede kein einfaches Los gezogen, während Barcelona, Manchester United und Chelsea als die weiteren Anwärter auf die Krone im europäischen Klubfussball vor lösbaren Aufgaben stehen.