


Basel freut sich auf das Champions-League-Duell mit den Bayern. Auch umgekehrt ist die Freude gross. Die Gründe sind aber anderer Natur.
«Witz-Gruppe für Bayern», jubelte die «Bild» schon Minuten nach der Auslosung. Gegen die Roma, Basel und Cluj. Was soll da schief gehen? Darum auch die Forderung nach dem «Glückslos»: «Ihr MÜSST weiterkommen!» und etwas später gibt selbst das Boulevardblatt zu, dass die Bayern «(mal wieder) mit dem grössten Dusel» davongekommen sind.
Auch in anderen deutschen Medien freut man sich überaus auf die einfache Gruppe. Für den «Berliner Kurier» bedeutet die Gruppenphase beispielsweise «nur ein Spaziergang». Auch die Spieler in Reihen des Rekordmeisters freuen sich. Dies allerdings wie erwartet zurückhaltender und mit etwas mehr Respekt. So müsse man konzentriert zu Werke gehen – und natürlich: Das Wiedersehen mit Thorsten Fink sei super.
Frei, Streller und Federer
In Italien ist Basel weniger das Thema. Es wird dem Team höchstens ein Nebensatz gegönnt. Die «Gazzetta dello Sport» warnt vor Frei und Streller und der «Corriere dello Sport» scheint die Fans besser zu kennen, als die Mannschaft: «Basel, das Team von Superfan Roger Federer», steht da.
Immerhin kriegt nicht nur Basel sein Fett ab. Die «Bild» macht sich auch über den rumänischen Gegner lustig: « Cluj? Was wie ein Schreibfehler aussieht, spricht sich «Kluusch» und ist amtierender rumänischer Meister und Pokalsieger.» Vielleicht hatte Chelsea 2008 ähnlich gedacht – bevor sie im Land von Dracula mit einem 0:0 davonkamen.
Immerhin ist die Freude auch auf Basler Seiten gross. «Es hätte nicht besser laufen können», erklärt Gigi Oeri und der «Blick» gibt die Richtung vor: «Zieh den Bayern die Lederhosen aus!», titelt er.