Xamax entlässt kurzfristig den Trainer – der FCB will die Champions League positiv nutzen
Ohne Valentin Stocker steigt Basel in die Heimpartie gegen Neuchâtel, dafür nach dem Wunsch von Trainer Thorsten Fink mit dem Schwung aus Tiraspol (Sa, 17.45 Uhr).
Alain Geiger (5 Monate), Miroslav Blasevic (9 Monate), Gérard Castella (20 Monate), Nestor Clausen (10 Monate), noch einmal Alain Geiger (wieder 5 Monate), Pierre-André Schürmann (9 Monate) und Jean-Michel Aeby (4 Monate). Es ist inzwischen eine beeindruckende Liste an Trainern, die Sylvio Bernasconi in den fünf Jahren verschlissen hat, seit er 2005 Neuchâtel Xamax vor dem Konkurs bewahrte.
Es scheint ganz so, als ob der Xamax-Präsident seinem Freund Christian Constantin nacheifern möchte. Gemeinsam mit dem Oligarchen des FC Sion hat Bernasconi zu Saisonbeginn schon eine angebliche Verschwörung der Deutschschweizer Schiedsrichter gegen die Vereine aus der Romandie «aufgedeckt». Nun begegnet er auch beim Verbrauch von Übungsleitern seinem Walliser Kollegen auf Augenhöhe.
Den von Bernasconi krampfhaft angestrebten Erfolg hat das lustige Wechselspiel an der Seitenlinie bisher nicht gebracht. Seit Oktober 2009 haben die Neuenburger in der Liga nur gerade fünf Spiele gewinnen können. In der Tabelle liegen sie mit vier Punkten bloss wegen der etwas weniger schlechten Tordifferenz vor St. Gallen auf dem zweitletzten Platz. Und Insider sprechen von teils chaotischen Zuständen innerhalb des Clubs.