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08.04.2010 | Interview: Remo Meister
Valentin Stocker: "Ganz einfach, mein Herz schlägt sehr stark für den FCB"

Scott Chipperfield, Valentin Stocker und Pascal Schürpf äussern sich in Kurz-Interivews zu ihren Vertragsverlängerungen. Zudem erklärt FCB-Präsidentin Gigi Oeri, was die drei Unterschriften für den Club bedeuten.

 

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Scott Chipperfield, was bedeutet die Vertragsverlängerung für Sie?
Scott Chipperfield: Nach dem Abschluss der nächsten Saison werde ich zehn Jahre hier in Basel gespielt haben – und jedes einzelne habe ich sehr genossen. Ich bin glücklich, dass es noch weiter geht.


Sie sind der dienstälteste Basler Spieler und fast schon eine Art „FCB-Aborigine“. Ist das ein gutes Gefühl?
Ja, ein spezielles Gefühl. Ich kam 2001 nach Basel und hatte bis heute eine tolle Zeit und viele Erfolge mit dem FCB. Ich hoffe, dass es in meiner Endphase so weiter geht. Ich habe hier viele Spieler kommen und gehen sehen und es freut mich, dass der Club immer entschied, mich noch länger zu behalten. Heute hat es auch viele junge Spieler, deswegen fühle ich mich langsam ein bisschen alt. Ich hatte tatsächlich auch viel mehr Haare, als ich hier ankam… (lacht). Aber ich geniesse es.


Und Ihre Form stimmt auch – fünf Tore in den letzten sieben Ligaspielen. Was ist Ihr Geheimnis, immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu stehen?
Es gibt kein Geheimnis – es ist ziemlich einfach, wenn man als Stürmer gemeinsam mit Topleuten wie Marco Streller spielt. Ich hoffe es geht jetzt noch ein bisschen weiter so, ich möchte mit dem FCB noch mehr Titel gewinnen und in der Champions League spielen.

 

Scott Chipperfield: "Ich geniesse es."

 

 

Valentin Stocker, was hat Sie zur frühzeitigen Verlängerung Ihres Vertrags bewogen?
Valentin Stocker: Ganz einfach, mein Herz schlägt sehr stark für den FC Basel! Ich fühle mich wohl hier, nicht nur auf dem Platz, sondern auch daneben.


Sie werden in den nächsten Tagen erst 21 Jahre alt, und trotzdem haben Sie jetzt schon den vierten Vertrag beim FCB unterschrieben.
Ja, das stimmt. Ich bin seit vier Jahren hier, und jedes Jahr gab es einen neuen Vertrag. Von mir aus kann es so weitergehen (schmunzelt).


Was bedeutet der neue Vertrag nun für Sie und Ihre weitere Entwicklung?
Meine Perspektiven bleiben dieselben, aber natürlich gibt mir der längere Vertrag nun noch ein bisschen mehr Sicherheit. Ich will mich hier so gut wie möglich weiter entwickeln und mit dem FCB viele Titel holen. Fussballerisch geht es für mich darum, in Zukunft konstant gute Leistungen auf hohem Niveau zu bringen und auch zu einem Leader zu reifen.


Es ist kein Geheimnis, dass auch andere Clubs die Fühler nach Ihnen ausstrecken. Darf man Ihre Vertragsverlängerung entsprechend auch als Bekenntnis zum FCB interpretieren?
Ja, absolut. Auch in dieser Hinsicht bin ich überzeugt, dass der neue Vertrag sowohl für den FC Basel als auch für mich eine tolle Sache ist.

 

Valentin Stocker bei der Vertragsunterschrift.

 

 

Pascal Schürpf, wie ist das Gefühl so kurz nach der Vertragsunterschrift?
Pascal Schürpf: Ich bin erleichtert und glücklich. Darauf, dass man das Vertrauen des Clubs erhält, arbeitet man ja hin. Anfangs Saison war noch die Rede davon, dass ich vielleicht ausgeliehen werde, und dann habe ich mich auch noch verletzt. Aber zum Glück konnte ich mich durch gute Trainingsleistungen zurückkämpfen. Dass ich nun einen Vertrag bis 2014 erhielt, ist eine grosse Ehre für mich.
 

Macht Sie das als gebürtiger Basler besonders stolz?
Ja, schon. Ich bin im Club meines Herzens engagiert, bei dem ich Fussball spiele seit ich zehn Jahre alt bin, in der Stadt wo ich immer wohnte. Es ist jedes Mal eine sehr emotionale Angelegenheit für mich, im Joggeli für den FCB ins Spiel zu gehen.


Glauben Sie, dass Ihnen die Vertragsverlängerung zusätzlichen Schwung verleiht für Ihre künftige Entwicklung?
Es gibt auf jeden Fall Motivation. Und es ist eine gewisse Absicherung, die mich vielleicht etwas befreiter aufspielen lässt. Ich möchte im weiteren Verlauf dieser Saison in meiner Joker-Rolle unbedingt etwas Entscheidendes beitragen können, wenn ich eingewechselt werde.
 

Und jetzt müssen Sie der Mannschaft einen Apéro spendieren?
Ich bin sicher, dass die Jungs kommen werden mit diesem Thema. Die wollen wegen allem Möglichem einen Apéro… (lacht).

 

Pascal Schürpf. Ein FCB-Eigengewächs in Aktion.

 

 

Und das sagt FCB-Präsidentin Gigi Oeri zu den Vertragsverlängerungen:
„Es ist ein sehr spezieller Tag für den FCB – wir machen nur selten gleich drei Vertragsverlängerungen im selben Moment. Es sind drei ganz unterschiedliche Situationen: Mit Scott Chipperfield halten wir einen sehr erfahrenen, langjährigen FCB-Spieler bei uns, der sich momentan in einer tollen Form befindet. Wir sind froh, dass er noch weiter bei uns bleibt. Valentin Stocker gehört schon fast zur mittleren Generation. Obwohl er noch sehr jung ist, unterschrieb er bereits seinen vierten Vertrag bei uns. Dass er enorm wertvoll ist für den Club, ist unbestritten, und dass es uns gelang, ihn vorzeitig längerfristig zu binden, ist sensationell. Pascal Schürpf schliesslich ist noch nicht so lange im Kader der 1. Mannschaft, ist jetzt aber dank seinem grossen Talent, seinem tollen Engagement und der Unterstützung des Trainers auf einem sehr guten Weg. Über seine Verlängerung freue ich mich besonders, weil er ein Eigengewächs des Clubs ist. Die Kombination dieser drei verschiedenen Typen macht den FC Basel aus - und wird ihn hoffentlich auch in Zukunft ausmachen.“
 

FCB-Präsidentin Gigi Oeri und Vizepräsident Bernhard Heusler während

der Vertragsunterschrift mit Valentin Stocker.

 

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