


Der 20-jährige Basler Pascal Schürpf gehört seit Sommer 2009 fix zum Kader der ersten FCB-Mannschaft. Beim 3:1-Sieg am Sonntag, 14. Februar 2010 auswärts gegen Neuchâtel Xamax gab der Mittelfeldspieler ab der 85. Minute sein Meisterschafts-Debüt für den FC Basel 1893. Im Interview spricht Schürpf über die Bedeutung dieser Einwechslung, die weiteren Ziele und seine Qualitäten als Spanisch-Dolmetscher.
Pascal Schürpf, beschreiben Sie bitte wie Ihre Gefühlslage war, als Sie gegen Xamax eingewechselt wurden.
Pascal Schürpf: Ich habe mich sehr gefreut und konnte es voll geniessen. Nervös war ich nicht so sehr, da ich im Cup-Viertelfinal gegen Biel und in der Europa League gegen Fulham bereits zweimal zum Einsatz gekommen war. In diesen Spielen war ich deutlich nervöser, vor allem auch deshalb, weil sie im St. Jakob-Park vor dem eigenen Publikum stattfanden.
Was bedeutet es für Ihre Entwicklung, dass Sie nun auch in der Meisterschaft erstmals zum Einsatz gekommen sind?
Es war ein wichtiger Schritt für mich, ich hatte lange auf diesen Moment gewartet. Unter Trainer Christian Gross war ich bereits viermal auf der Ersatzbank gesessen, zum Einsatz hatte es aber damals nicht gereicht. Ich war ein bisschen dabei, aber nicht voll. Dann wurde ich in der Saison 2008/09 an den FC Concordia ausgeliehen. Im Sommer 2009 kam ich zurück in die erste Mannschaft des FCB, verletzte mich aber in der Vorbereitung am Rücken. Nun habe ich mich von der Verletzung erholt und versuche einfach, im Training immer mein Bestes zu geben.
Kommen Sie seit Ihrer Rückkehr vom FC Concordia gut mit dem höheren Super-League-Pensum zurecht?
Ja, ich finde schon. Die Zeit mit Congeli in der Challenge League hat mir viel gebracht, nach der 1.-Liga-Meisterschaft mit der FCB-U21 konnte ich mich so gut an das höhere Tempo gewöhnen und mich Schritt für Schritt an die Super League herantasten. Ich bin froh, dass ich mich heute voll auf den Fussball konzentrieren kann. Vor eineinhalb Jahren habe ich die Matura abgeschlossen, die Doppelbelastung vorher war doch ziemlich anstrengend gewesen.
Sie haben am Gymnasium Bäumlihof die Matura mit dem Schwerpunktfach Spanisch absolviert – eine Sprache, die Sie jetzt in Ihrem Team durchaus anwenden können, oder?
Ja, manchmal bitten mich zum Beispiel David Abraham oder Federico Almerares tatsächlich um eine Übersetzung, etwa wenn in der Zeitung etwas über uns geschrieben steht. Da kann ich schon mal helfen, das ist praktisch. Oder auch im Trainingslager in Marbella konnte ich mein Spanisch wieder ein paar Mal anwenden.
Was haben Sie sich nun für die kommende Zeit beim FCB vorgenommen?
Ich werde mich im Training weiterhin voll engagieren und dann auf meine Chance warten. Es wäre natürlich schön, wenn ich dadurch in nächster Zeit zu weiteren Teileinsätzen käme. Ich lasse es auf mich zukommen und versuche schrittweise vorwärts zu kommen. Es macht auf jeden Fall grossen Spass, in diesem Team zu sein. Die älteren Spieler schauen gut zu den jüngeren, das Klima ist wirklich bestens.
Ist das ein Teil des momentanen Erfolgsrezeptes des FCB?
Ich denke schon, ja. Der interne Zusammenhalt ist wichtig. Zudem spüre ich in der Mannschaft diesen unbedingten Willen, den Cup und die Meisterschaft zu gewinnen. Und es kommt uns entgegen, dass wir in der Jäger-Position sind, so können wir befreit aufspielen.