


Thorsten Fink schickt das Kraftbündel beim 1:0-Sieg über Luzern erstmals von Beginn weg aufs Feld
Marcel Rohr, Emmenbrücke
Weil Valentin Stocker mit einer Adduktorenzerrung ausfiel, schlug im Gersag-Stadion die Stunde von Jacques Zoua. Der Kameruner durfte erstmals in der Super League von Beginn weg ran. Einiges erinnert bei ihm an Felipe Caicedo.
Es passierte ganz am Ende des Trainings am Freitag. Plötzlich verspürte Valentin Stocker einen Schmerz an der Leiste. «Nichts Schlimmes», erzählt Trainer Thorsten Fink nach dem 1:0-Erfolg im Kampfspiel von Emmenbrücke. Aber halt doch so schlimm, dass Stocker nicht spielen konnte. Als Alternative hatte Fink die Wahl zwischen Jacques Zoua und Pascal Schürpf. Der Deutsche entschied sich – etwas überraschend – für den 18-jährigen Kameruner. «Jacques hat gut trainiert, da muss der Junge auch mal aufgestellt werden», begründet Fink.
Schürpf dagegen bekam eine Denkpause; bei seinem letzten Einsatz als Joker, beim 1:2 gegen die Grasshoppers letzte Woche, hatte der Schweizer U21-Nationalspieler einen zaghaften Auftritt. Auch beim Testspiel gegen die Old Boys unter der Woche sammelte Schürpf keine Pluspunkte, obwohl er zwei Tore schoss. «Ich hatte Mühe», gibt der hochgeschossene Linksfüsser selbstkritisch zu, «und Jacques hat am Mittwoch mit einem Fallrückziehertor brilliert. Das war schon okay, dass er beginnen durfte.» Zoua hatte dieses Goal übrigens mit einem Flick-Flack gefeiert, was Fink nicht gerne sah. «Das soll er beim nächsten mal sein lassen», mahnte der Chef schon vor dem Luzern-Spiel.