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20.03.2010 | sport.ch
Frei: ''Sogar der Dialekt stimmt''
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Seit gut neun Monaten schnürt Fabian Frei seine Fussballschuhe für den FC St. Gallen. Der Mittelfeldspieler ist noch bis im Sommer vom FC Basel an die Ostschweizer ausgeliehen. Am Sonntag trifft Frei nun auf seinen Stammverein - und ist guten Mutes.

Eine spezielle Affiche

"Wir haben bereits im Juli gezeigt, dass wir den FC Basel schlagen können", so Frei. Damals siegten die Espen im ersten Meisterschaftsspiel in der AFG Arena überraschend mit 2:0. Dass das Spiel gegen den FCB für den 21-jährigen erneut eine besondere Angelegenheit sein wird, versteht sich von selbst. "Es ist vor allem darum speziell, weil ich wohl von Beginn weg spielen werde. Als ich das erste Mal gegen den FCB mittun durfte, stand es bereits 4:0 als ich eingewechselt wurde."

Frei wohnt seit seiner Rückkehr in die Ostschweiz wieder bei seiner Familie in Frauenfeld. "Ich kann jetzt sozusagen meine verpasste Kindheit nachholen", lacht der Mittelfeldspieler. "Der Wechsel ging damals so schnell über die Bühne, dass ich keine Zeit hatte, eine Wohnung zu suchen. Und mitten in der Saison ist das etwas mühsam." Einen weiteren Grund, warum es sich zuhause ganz gut aushalten lässt, hat Frei auch noch parat: "Mamas Küche ist doch sowieso die beste!"

"Sogar der Dialekt passt"

Beim FC St. Gallen hat sich Frei von Beginn weg heimisch gefühlt. "Meine Mitspieler haben mich sofort akzeptiert, wir verstehen uns wirklich alle sehr gut", weiss der Offensivakteur zu erzählen. "Natürlich hat auch der Dialekt gleich gepasst", fügt Frei schmunzelnd an. Der tolle Teamspirit ist gemäss Frei denn auch der Hauptgrund dafür, dass es dem FC St. Gallen in dieser Saison besser läuft, als dies von vielen Experten vorausgesagt wurde. "Einen solchen Teamgeist wie hier habe ich noch nie erlebt. Jeder gibt alles und steht für seine Mitspieler ein. Wenn jemand einen Fehler macht ist sofort der nächste da, der versucht, diesen auszubügeln."

Verglichen mit dem grossen FC Basel sei die Stimmung in der Olmastadt viel weniger hektisch. "Wenn du mit dem FCB ein Spiel verlierst, wird sofort von einer Krise gesprochen." Läuft es nicht nach Plan, stehe man sofort unter grossem Druck. "Es ist einfach eine andere Ausgangslage, wenn man jedes Spiel gewinnen muss. In St. Gallen war und ist die Zielsetzung der Nicht-Abstieg - dass wir dabei auf sehr gutem Weg sind, ist für die Stimmung natürlich förderlich."

Die Nati ist noch Zukunftsmusik

Geplant ist, dass Frei auf die kommende Saison hin wieder zum FCB zurückkehrt. In ständigem Kontakt mit den Bebbi steht der Thurgauer allerdings nicht. "Ich bin informiert, was läuft, gross Gedanken über die Zukunft mache ich mir allerdings nicht. Ich konzentriere mich jetzt voll und ganz auf den FCSG, alles andere ist noch Zukunftsmusik." Den Kontakt zu seinem ehemaligen und wohl auch zukünftigen Teamkollegen hat der sympathische Fussballer aber nicht verloren. "Mit Valentin Stocker, Marco Streller und auch Beni Huggel habe ich regelmässig Kontakt."

Alles Spieler, die gute Chancen haben, bei der WM in Südafrika mit dabei zu sein. Ob auch Frei von der WM träumt? "Klar denkt man über die Nationalmannschaft nach, wenn man in der Super League spielt." Vorerst zählt für den 21-jährigen aber noch die U21-Auswahl. "Ich möchte dort Stammspieler werden und beim FC St. Gallen weiterhin gute Leistungen abliefern. Dann ergibt sich der Rest von selbst." Eine Aussage, die dem bescheidenen Naturell des Thurgauers perfekt entspricht.

Von Svenja Mastroberardino

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