Startseite
Kontakt
Sitemap
Impressum
FCB TV Rotblau
Sa. 11.02.2012 17:45
Axpo Super League
FC Lausanne-Sport
FC Basel
FC Lausanne-Sport
FC Basel
So. 05.02.2012
Axpo Super League
FC Basel
0:0
FC Sion
FC Basel
FC Sion
 
Pl.
Verein
Sp.
Pt.
01
FC Basel
19
39
02
FC Luzern
19
32
03
BSC Young Boys
19
30
04
FC Thun
19
26
05
Servette FC
19
24
06
FC Zürich
19
22
07
Grasshopper Club
19
19
08
Lausanne-Sport
18
11
09
FC Sion
19
-4
10
Xamax
18
26
17.03.2010 | Interview: Remo Meister
Samuel Inkoom: „Was ich bis jetzt gezeigt habe, war erst der Anfang“

Er ist einer der Dauerläufer beim FC Basel 1893: Samuel Inkoom. Im Sommer 2009 kam der 20-jährige Ghanaer von seinem Club Asante Kotoko als rechter Aussenverteidiger zum FCB. Seither ist er in Basel Stammspieler, wurde mit der U20-Mannschaft Ghanas Weltmeister, qualifizierte sich mit dem A-Nationalteam für die WM 2010 in Südafrika und stiess mit derselben Equipe am Afrika-Cup bis in den Final vor. Müde ist Inkoom trotzdem nicht – „weil ich sehr viel schlafe und genügend Wasser trinke“, wie er im ausführlichen Interview erklärt.

Anzeige

Samuel Inkoom, wissen Sie, was ein Duracell-Hase ist?
Samuel Inkoom: Nein.


Das ist ein Maskottchen, das als Werbeträger für die Langlebigkeit einer Batterie wirbt. Der Hase trommelt und läuft, und läuft, und läuft, und läuft…
(Lacht) Okay, ich weiss, was Sie meinen.

 

Sie scheinen auch unermüdlich zu sein, trotz des immensen Programms, das Sie in den letzten Monaten absolviert haben. Woher nehmen Sie die Energie dafür?
Mein Rezept ist, dass ich sehr viel schlafe. Ich bin überzeugt davon, dass man genügend Erholung braucht, wenn man Profisportler ist. So bekommt man die Energie zurück. Für mich ist das besser als in den Nachtclub zu gehen oder sonst unterwegs zu sein. Und ganz wichtig ist mir auch, dass ich immer viel Wasser trinke.
 

Was heisst für Sie viel Schlaf in Stunden ausgedrückt?
Wenn am Abend nichts Spezielles auf dem Programm steht, ein Spiel von uns oder so, dann gehe ich normalerweise um 19.30 Uhr ins Bett. Am nächsten Morgen schlafe ich bis etwa 8.00 Uhr. Das ist viel, ich weiss – aber mir tut es gut. Manchmal lege ich mich auch tagsüber zwischen zwei Trainings noch kurz hin.

 

Der Dauerläufer - Samuel Inkoom (l.) bei einem seiner Vorstösse im Spiel gegen GC.
 

Was haben Sie – trotz des ausgiebigen Schlafs – in Ihrer Zeit hier in Basel schon von der Stadt mitbekommen?
Etwas Besonderes für mich war die Fasnacht. Wir haben in Ghana auch einen Karneval, aber der findet im Sommer statt und ist eher vergleichbar mit jenem in Brasilien. An der Fasnacht wurde ich in Basel sogar von kleinen Kindern erkannt. Sie sagten zu mir: „Hallo, Samuel Inkoom“ – das hat mich sehr gefreut. Vor gewissen Kindern musste ich allerdings flüchten, weil sie mich mit Konfetti jagten (lacht).
 

Sie haben in den letzten Monaten sehr viel erlebt und erreicht: Den Wechsel nach Basel, den U20-Weltmeistertitel, den Final des Afrika-Cups – wie verarbeiten Sie das alles?
Ich habe die gewonnenen Medaillen bei mir an der Zimmertüre aufgehängt. So werde ich jeden Tag daran erinnert, was in den letzten Monaten passiert ist. Und ja, es war wirklich sehr viel. Aber es ist schliesslich das Ziel jedes Sportlers, so viel wie möglich zu erreichen. Der FC Basel hat mir sehr geholfen, das Ganze zu verarbeiten. Ich fühle mich wohl hier, der Trainer ist nett zu mir, die Mitspieler auch, sie unterstützen mich und freuen sich mit mir über diese Erfolge.
 

Wie zufrieden sind Sie mit der fussballerischen Entwicklung, die Sie zuletzt gemacht haben?
Ich bin der Meinung, dass man als Profisportler jeden Tag sehr hart an sich arbeiten muss, um immer besser zu werden. Man muss sehr fokussiert sein auf den Job, den man macht. Ich bin zufrieden im Moment und ich glaube, die Fans sind auch zufrieden mit mir. Aber ich möchte folgendes sagen: Man hat noch lange nicht alles gesehen von Samuel Inkoom, was ich bis jetzt gezeigt habe, war erst der Anfang. Ich möchte dem FC Basel noch viel mehr geben, als ich es bis jetzt getan habe. Ich weiss, ich renne jetzt schon viel – aber ich werde noch mehr rennen!
 

Der FCB wird auch viel rennen müssen, wenn er YB im Meisterschaftsfinale noch abfangen will. Weshalb wird Ihnen und Ihren Teamkollegen das gelingen?
Wir haben noch mehr als zehn Spiele vor uns und es kann noch viel passieren. Für mich ist die Meisterschaft erst fertig, wenn die letzte Partie abgepfiffen ist. YB hat ein gutes Team, aber ich spüre, wie unsere Mannschaft etwas Besonderes erreichen will. Ich habe viel Vertrauen in meine Mitspieler, auch in die Trainer und Betreuer.
 

Bei FCB haben Sie einen speziellen Jubel eingeführt, den Sie nach einem Torerfolg Ihres Teams praktizieren. Was hat es damit auf sich?
Es ist eine Art Känguru-Tanz! Die Kängurus hüpfen immer in der Gegend herum und gehen immer vorwärts. Wenn wir ein Tor schiessen und Erfolg haben, gehen wir auch immer vorwärts – meine Handbewegungen sollen genau das symbolisieren. Immer wenn ich glücklich bin und finde, dass es vorwärts geht, mache ich deshalb diesen Känguru-Tanz.

 

Der "Känguru-Tanz" - Samuel Inkoom (l.) und Serkan Sahin feiern mit den Fans.
 

Und wann wird Samuel Inkoom seinen ersten persönlichen FCB-Treffer bejubeln können?
Ich bin sicher, dass dieser Treffer kommt – und ich glaube es wird ein wichtiges Tor sein. Ich habe schon ein paar Mal ein entscheidendes Tor geschossen, zum Beispiel in der Partie, in der wir uns mit der U20 für die WM qualifiziert haben. Deshalb kann ich mir gut vorstellen, dass ich bald ein wichtiges Tor in der Meisterschaftsentscheidung schiessen werde… (lacht).
 

 

Wenn Sie über diese Saison hinaus in die Zukunft blicken: Wohin wollen Sie als Fussballer kommen?
Im Moment bin ich Spieler des FC Basel und all meine Gedanken beschränken sich auf diesen Club. Ich will mit dem FCB die Schweizer Meisterschaft gewinnen und dann in der Champions Leauge spielen. Mein persönliches Ziel ist es, dass man eines Tages meinen Namen nennt, wenn man von sehr guten Fussballspielern spricht. Ich will ein Top-Aussenverteidiger werden und dafür arbeite ich mit voller Kraft. Und wenn irgendwann einmal ein Angebot kommt, von dem der FCB denkt, dass es auch dem Club helfen würde, dann schauen wir weiter.
 

Wie stark denken Sie schon an die Weltmeisterschaft in Südafrika, an der Sie mit Ghanas Nationalteam im Sommer teilnehmen werden?
Ich freue mich schon heute sehr auf diese WM. Es wird bestimmt eine grossartige Erfahrung für mich, jeder Spieler träumt davon, an einem solchen Turnier dabei zu sein. Und ich bin überzeugt, dass wir sehr viel Qualität in der Mannschaft haben. Wir sind eine Einheit, und nur so kann man erfolgreich sein. Dasselbe erlebe ich auch beim FC Basel.
 

Ihre Frau ist jetzt ebenfalls in Basel, im Sommer werden Sie Ihr erstes gemeinsames Kind bekommen. Der Rest Ihrer Familie lebt weiterhin in Ghana. Wie ist Ihr Kontakt zur Heimat?
Ich vermisse meine Heimat und meine Familie sehr, aber Fussballprofi ist nun mal mein Beruf und ich fühle mich auch hier sehr wohl. Man kann sagen, dass ich jetzt eigentlich das Familienoberhaupt bin, ich unterstützte meine Eltern und meine Geschwister finanziell, schaue für gute Ausbildung und so weiter. Und ich habe ein grosses Ziel für diesen Sommer: Ich möchte den Meisterpokal gewinnen und dann meine Mutter als Überraschung in die Schweiz einladen, um ihr den Pokal und alles rund um den FC Basel zeigen. Das würde sie sicher glücklich und stolz machen.

 

Novartis
Pirelli Grieder VW Nike Basler Kantonalbank
Basler Versicherung Muba Europa Park Sympany hello ASAG