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Cup
FC Zürich
2:0
FC Basel
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Pl.
Verein
Sp.
Pt.
01
FC Basel 1893
30
59
02
Grasshopper Club
30
55
03
BSC Young Boys
30
46
04
FC Luzern
30
45
05
FC Thun
30
42
06
FC Zürich
30
42
07
FC St. Gallen
30
41
08
FC Aarau
30
34
09
FC Sion
30
28
10
Lausanne-Sport
30
21
06.02.2011 | Remo Meister
Der FCB schiesst sich an die Spitze

Der FC Basel 1893 kam am Sonntag, 6. Februar 2011 im ersten Spiel der Rückrunde zu einem wichtigen 3:2-Sieg gegen den FC Thun. Trotz schwieriger Terrainverhältnisse machte der FCB einmal mehr deutlich, dass er stark auf einen Rückstand reagieren kann. Nach dem 0:1 zur Pause kamen die Basler entschlossen aus der Kabine und wendeten die Partie durch Tore von Stocker, Abraham und Frei noch zu ihren Gunsten. Damit steht der FCB in der Tabelle nun zu oberst.

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Als die Schlussviertelstunde im Thuner Lachen-Stadion angebrochen war, rückte das Abendrot die Bergspitzen von Eiger, Mönch und Jungfrau ins beste Licht. Unterstützt vom blauen Himmel schien die Stimmung im Berner Oberland dem rotblauen FC Basel die Ehre zu erweisen – dieser führte gegen den FC Thun zu diesem Zeitpunkt mit 3:1 und war nicht mehr in ernsthafter Gefahr, Punkte abzugeben. Am Resultat änderte sich zwar mit Dario Lezcanos Treffer für Thun zum 2:3 noch etwas, an der Verteilung der Punkte hingegen nicht. Der FCB startete letztlich mit einem Vollerfolg in die Rückrunde und belegt neu den ersten Platz der Super League.


Weniger schön als die Abendstimmung über dem Lachen-Stadion waren die Platzverhältnisse, mit welchen sich die Spieler der beiden Teams abzugeben hatten. Der Boden war enorm tief und ein gepflegtes Aufbauspiel deshalb beinahe unmöglich. Allerdings kann es nicht nur daran gelegen haben, dass der FCB in der 19. Minute mit 0:1 in Rückstand geriet – auch wenn David Abraham kurz davor noch ausrutschte: Nach einem langen Ball in die Thuner Spitze lancierte Nick Proschwitz Oscar Scarione, dieser liess Franco Costanzo keine Chance und traf zur Führung für die Gastgeber.


Stockers Pfostenschuss


Trotz der schwierigen Terrainbedingungen suchten beide Mannschaften die Offensive und kamen auch zu guten Gelegenheiten. Auf Basler Seite vergab Valentin Stocker die grösste Chance der ersten Halbzeit, als er in der 38. Minute mit seinem Schuss nur den Pfosten traf. Kurze Zeit später legte Xherdan Shaqiri auf die rechte Seite ab für Markus Steinhöfer, dessen strammer Schuss aber in den Händen von Torhüter David Da Costa landete. Steinhöfer zeigte im Übrigen ein sehr ansprechendes Super-League-Debüt als FCB-Rechtsverteidiger. „Ich bin zufrieden, die Abstimmung mit Shaqiri klappt schon ziemlich gut, das macht Spass“, sagte der Deutsche nach der Partie.


Zu Toren kam der FC Basel erst in der zweiten Hälfte. Trainer Thorsten Fink hatte seine Mannschaft in der Pause aufgefordert, „im gleichen Stil weiter zu spielen, aber noch ein bisschen entschlossener zu sein“, wie er nach dem Schlusspfiff erzählte. Entschlossener war der FCB denn auch, fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff fiel der Ausgleich: Frei passte an der Strafraumgrenze links hinüber zu Valentin Stocker, der Torhüter Da Costa sauber überlobte und zum 1:1 traf. Diesen Schwung nutzten die Basler und gingen nur sieben Minuten später in Führung, als David Abraham mit seinem sehr platzierten Kopfball nach einem Frei-Corner das 2:1 erzielte.


Strellers starke Vorarbeit


Nun war die Mannschaft von Thorsten Fink klar überlegen, sie hatte sich gut an das schwierige Terrain angepasst und versuchte, durch das regelmässige Einbauen von hohen Bällen mit variantenreichem Spiel darauf zu reagieren. Beim dritten Tor für den FCB unterstrich Neuzugang Markus Steinhöfer noch einmal, dass er ein offensivorientierter Aussenverteidiger ist. Sein aggressives Zuspiel in die Spitze erreichte Marco Streller, der sich hervorragend über rechts durchsetzte und in die Mitte zu Alex Frei passte – was dieser zum 3:1 und damit zur Entscheidung für den FCB nutzte.


„Bis auf zwei, drei Nachlässigkeiten bin ich sehr zufrieden mit dem Spiel meiner Mannschaft“, sagte der Trainer des neuen Super-League-Tabellenführers nach dem 3:2-Sieg. „Der Platz war nicht optimal und für beide Teams schwer bespielbar“, so Fink. „Aber dafür haben wir eine ordentliche Partie gesehen, mit einem aus meiner Sicht korrekten Sieger. Wir haben unsere Chancen besser genutzt.“ Dem konnte auch Thun-Trainer Murat Yakin nicht wiedersprechen: „Der FCB hat verdient gewonnen, wir waren ein bisschen zu naiv.“


Nach dem gelungenen Auftakt in die Rückrunde geht es für den FC Basel 1893 am kommenden Samstag, 12. Februar 2011 weiter mit dem Heimspiel gegen den FC St. Gallen (17.45 Uhr, St. Jakob-Park). Die Ostschweizer liegen nach der 1:4-Heimpleite gegen den Grasshopper Club Zürich neu auf dem 10. Tabellenrang.


Das Telegramm:

FC Thun–FC Basel 2:3 (1:0)

Stadion Lachen. – 6100 Zuschauer. – SR Cyrill Zimmermann.

Tore: 19. Scarione 1:0. 50. Stocker 1:1 (Frei). 57. Abraham 1:2 (Frei). 71. Frei 1:3 (Streller). 92. Lezcano 2:3.


FC Thun: Da Costa; Lüthi, Matic, Klose, Schirinzi; Glarner (79. Wittwer), Bättig, Demiri (69. Sanogo), Neumayr (57. Lezcano); Scarione, Proschwitz.


FC Basel: Costanzo; Steinhöfer, Abraham, Ferati, Safari; Shaqiri (89. Baron), Huggel (87. Granit Xhaka), Yapi, Stocker (84. Zoua); Frei, Streller.


Bemerkungen: Thun ohne Hediger, Rama, Schneider und Reinmann (alle verletzt). Basel ohne Chipperfield (verletzt) und Tembo (gesperrt). – Verwarnungen: 39. Stocker. 45. Shaqiri. 45. Abraham (alle wegen Unsportl.). 88. Schirinzi (Foul). 93. Steinhöfer (Unsportl.). 93. Wittwer (Unsportl.) – Rote Karte: 81. Sanogo (Tätlichkeit). – Pfostenschuss Stocker (38.). – Vor dem Spiel wurde eine Trauerminute zu Ehren des verstorbenen Walter Balmers abgehalten; beide Teams spielten mit Trauerflor.




Xherdan Shaqiri und der FCB feierten in Thun einen wichtigen und erkämpften 3:2-Sieg.


Markus Steinhöfer gab einen guten Einstand als Rechtsverteidiger beim FCB.


David Abraham erzielte nach einem Eckball per Kopf das wichtige 2:1 für sein Team.