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So. 27.04.2014 16:00
Raiffeisen Super League
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Mo. 21.04.2014
Cup
FC Zürich
2:0
FC Basel
FC Zürich
FC Basel
 
Pl.
Verein
Sp.
Pt.
01
FC Basel 1893
30
59
02
Grasshopper Club
30
55
03
BSC Young Boys
30
46
04
FC Luzern
30
45
05
FC Thun
30
42
06
FC Zürich
30
42
07
FC St. Gallen
30
41
08
FC Aarau
30
34
09
FC Sion
30
28
10
Lausanne-Sport
30
21
24.03.2012 | Remo Meister
Geduldig, dominant, spielfreudig – 5:0!

Ein sehr souveräner FC Basel 1893 gewann am Samstag, 24. März 2012, sein Heimspiel gegen den Servette FC mit 5:0 (1:0) und zieht damit an der Tabellenspitze der Super League weiterhin einsam seine Kreise. Mit einem absolvierten Spiel weniger haben die Basler nun bereits 14 Punkte Vorsprung auf den zweitplatzierten FC Luzern. Die Treffer für die Basler, die sich den Gegner aus Genf geduldig zurechtlegten und dann eiskalt zuschlugen, erzielten David Abraham, Alex Frei (3) und Marco Streller. Das nächste Pflichtspiel bestreitet der FCB am kommenden Samstag auswärts gegen den FC Thun.

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Schön ist, wenn auch eine erfolgreiche Mannschaft wie der FC Basel von Spiel zu Spiel noch dazulernen kann. Hatte Trainer Heiko Vogel vor drei Tagen in der ersten Halbzeit der Cup-Partie gegen den Lausanne die bisweilen auftretende Ungeduld des FCB bemängelt, als sein Team trotz klarer Überlegenheit mit einem 1:1 in die Pause ging, durfte er sich nun gegen Servette über das Gegenteil freuen. Nach der kurzen Startphase, in der auch die Genfer zweimal gefährlich vor dem Tor der Basler auftauchten und einen Kopfball Christopher Routis am Lattenkreuz abprallen sahen, übernahm das Heimteam souverän das Spieldiktat und liess fortan kaum mehr eine Chance zu. Stattdessen legte sich der FCB seinen Gegner geduldig und in dominanter Manier zurecht, kam durch bisweilen wunderbare Spielzüge zu diversen Chancen und sollte bis am Ende im zweiten Heimspiel hintereinander fünf Tore erzielen.


Nach diesem souveränen Auftritt war es nicht erstaunlich, dass Trainer Heiko Vogel hoch erfreut war: „Ich habe von der ersten bis zur letzten Minute eine sehr beeindruckende Leistung meiner Mannschaft gesehen. Wir waren absolut konzentriert und geduldig, und im Spielaufbau haben wir äusserst variabel agiert.“ Es sei sogar „mit das Beste“ gewesen, was Vogel seit seinem Wechsel zum FC Basel vor bald drei Jahren hier gesehen habe. Auch Servettes Trainer Joao Carlos Pereira hatte einen „sehr starken FCB“ beobachtet. Und er bewies hinterher an der Medienkonferenz durchaus Humor, als er sagte: „Es hat nur einen Ball im Spiel, und wenn den die ganze Zeit der Gegner hat, ist es schwierig, zu Chancen zu kommen.“ Überdies stellte Pereira korrekterweise fest: „Wir sind zwar mit 0:5 untergegangen, haben aber trotzdem nur drei Punkte verloren.“


Munteres Toreschiessen in Halbzeit 2

Massgebenden Anteil daran hatte wieder einmal Alex Frei. Der FCB-Topskorer erzielte gegen Servette seine Meisterschaftstore 15, 16 und 17 – und zwar allesamt in der zweiten Halbzeit. Das 1:0 für die Basler war trotz drückender Überlegenheit „erst“ kurz vor der Pause gefallen: David Abraham köpfte eine mit viel Zug getretene Flanke von Xherdan Shaqiri aus elf Metern zum 1:0 ins Genfer Tor ein. Nach dem Seitenwechsel nahm das muntere Toreschiessen dann seinen Lauf: Zunächst traf Alex mittels Elfmeter zum 2:0 (53.), nachdem er selbst gefoult worden war. Dann war sein Sturmpartner Marco Streller an der Reihe: Der FCB-Captain erzielte nur sechs Minuten nach dem 2:0 bei einem Shaqiri-Eckball mit einem wuchtigen Linksschuss aus rund 13 Metern das dritte Basler Tor. In der 64. Minute tauchte wieder einmal der Servette FC vor dem reichlich unterbeschäftigten FCB-Keeper Yann Sommer auf – doch dieser entschärfte Ishmael Yarteys strammen Schuss mit einer äusserst sehenswerten Parade.


Als sich die Mehrzahl der knapp 29‘000 Zuschauer wohl bereits mit dem Gedanken an einen souveränen 3:0-Sieg angefreundet hatte, wollte es Alex Frei noch einmal wissen. In der 87. Minute zirkelte er einen direkten Freistoss von halblinker Position wie an einem Faden gezogen rechts um die Mauer herum zum 4:0 ins Genfer Tor, ehe er drei Minuten später nach einer Flanke von Joo Ho Park und der Verlängerung von Marco Streller auch noch (mit links) zum 5:0 für den FCB traf.


Erfreuliches Yapi-„Comeback“ in der Startelf

Erfreulich war beim Schweizer Meister auch einmal mehr, dass trotz mehrerer Wechsel in der Startformation weder Spielfreude noch Konzept in Leidenschaft gezogen wurden. In der Innenverteidigung machte Radoslav Kovac, der den kranken Aleksandar Dragovic vertrat, ein absolut solides Spiel. Jacques Zoua auf dem linken Flügel war ebenfalls sehr engagiert und an vielen Offensivaktionen beteiligt. Und vor allem Gilles Yapi, der erstmals nach seinem Kreuzbandriss wieder von Beginn weg für den FCB auflief, zeigte sich von seiner besten Seite. Er verteilte die Bälle gut, strahlte Ruhe aus und überzeugte mir sehr hoher Passgenauigkeit. „Er hat meine Erwartungen mehr als erfüllt“, urteilte Trainer Heiko Vogel hinterher. „Wir hatten viel Ballbesitz, und da bringt er eine sehr grosse Qualität mit.“ 


Das Telegramm:

FC Basel–Servette FC 5:0 (1:0)
St. Jakob-Park. – 28‘932 Zuschauer. – SR Daniel Wermelinger.
Tore: 44. Abraham 1:0 (Shaqiri). 52. Alex Frei 2:0 (Foulpenalty). 59. Streller 3:0 (Shaqiri). Alex Frei 4:0. 90. Alex Frei 5:0 (Streller).

FC Basel: Sommer; Steinhöfer, Abraham, Kovac, Park; Shaqiri (75. Stocker), Yapi (79. Cabral), Granit Xhaka, Zoua (86. Fabian Frei); Streller, Alex Frei.

Servette: Gonzalez; Rüfli, Routis, Diallo, Moubandje; Pont, Nater (58. Kouassi), Pizzinat, Yartey; De Azevedo (59. Esteban); Karanovic (70. Eudis).

Bemerkungen: FCB ohne Dragovic (krank), Chipperfield und Voser (beide rekonvaleszent). Servette ohne Baumann, Monteiro und Saleiro (alle verletzt). – Verwarnungen: 52. De Azevedo (Foul). 76. Pizzinat (Foul). – 6. Latten-Kopfball Routis.


Das 1:0 - David Abraham köpft nach der Flanke von Xherdan Shaqiri zur FCB-Führung ein.


Chance vereitelt - Yann Sommer pariert in der 8. Minute einen Schuss von De Azevedo.


Jacques Zoua kam von Beginn weg auf der linken Seite im Mittelfeld zum Einsatz.

(Fotos: Sacha Grossenbacher)