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02.10.2013 | FC Basel 1893
Der FCB nimmt Stellung zur Greenpeace-Aktion vom Dienstag

An einer gemeinsamen Medienkonferenz des FC Basel 1893 und der Basel United AG am Mittwochnachmittag, 2. Oktober 2013, nahmen Exponenten beider Unternehmen Stellung zur Greenpeace-Aktion vom Dienstagabend während des UEFA-Champions-League-Spiels zwischen dem FCB und Schalke 04. Vom FC Basel 1893 äusserten sich Präsident Bernhard Heusler und Sicherheitschef Gerold Dünki, von Basel United kam der Sicherheitsverantwortliche Lucien Schibli zu Wort.

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Bernhard Heusler, Präsident des FC Basel 1893:
„Wir sind am Dienstagabend Zeuge einer aus unserer Sicht ärgerlichen Heimniederlage gegen Schalke 04 geworden. Wir sind aber auch Zeugen einer Aktion der Institution Greenpeace geworden, die hoch professionell geplant und konsequent durchgeführt wurde. Die Aktion ist glücklicherweise gewaltfrei abgelaufen, aber dennoch wurden der FC Basel 1893 und der Fussball im Allgemeinen Opfer davon. Die Aktivisten haben ein Champions-League-Spiel vor 33‘000 Zuschauern als Plattform für ihre kritische Meinungsäusserung missbraucht – das war aus unserer Sicht nicht recht, sondern unfair. Natürlich kommt jetzt die Frage nach der Schuld und den Ursachen. Der Fall hat eine Eigendynamik angenommen, der wir uns nicht verschliessen können. Die UEFA hat ein Disziplinarverfahren gegen den FC Basel eröffnet und wir müssen abwarten, was dabei herauskommt. Einen vergleichbaren Fall hat es in den letzten Jahren meines Wissens nicht gegeben, aber der gewöhnliche Strafenkatalog der UEFA reicht von der Verwarnung, über die Busse bis hin zur Anordnung von Geisterspielen. Auf der anderen Seite haben auch wir Anzeige erstattet. Im Strafrecht wird wohl der Tatbestand des Hausfriedensbruchs geprüft, mehr können und wollen wir im Moment dazu nicht sagen, weil das Verfahren nun von den staatlichen Behörden weitergeführt wird. Noch ein Grundsatzgedanke: Wir müssen als Veranstalter unsere Verantwortung im Bereich der Stadionsicherheit immer maximal wirksam, aber möglichst vernünftig wahrnehmen. Es ist eben auch unsere Pflicht dafür sorgen, dass die Matchbesucher einen schönen und entspannten Fussballabend verbringen können, das Stadion kann deshalb nie eine absolut dichte Schutzburg sein.“

Gerold Dünki, Sicherheitsverantwortlicher des FC Basel 1893:
„Wir haben am Dienstagabend rund fünf Minuten vor dem Spielbeginn von der Polizei die Information erhalten, dass bei uns im Stadion eine Greenpeace-Aktion geplant sei. Wir erhielten allerdings keine Meldung darüber, wo und in welcher Form diese Aktion stattfinden sollte. Ich gab die Information sowohl an Lucien Schibli, den Sicherheitsverantwortlichen von Basel United, als auch an FCB-Präsident Bernhard Heusler weiter. Es wäre vorgegriffen zu sagen, wir hätten ein Sicherheitsleck in unserem Dispositiv. Es gibt gewisse Ereignisse, die für einen Fussballclub mit dieser Stadionsituation nicht ganz so einfach zu handhaben sind. Aber selbstverständlich arbeiten wir den Vorfall präzise auf und werden alles daran setzen die richtigen Schlüsse daraus ziehen, damit solche Ereignisse in Zukunft nicht mehr vorkommen können.“

Lucien Schibli, Sicherheitsverantwortlicher der Basel United AG:
„Als wir über die Aktion informiert wurden und die Aktivisten sehen konnten, gab es für uns zwei Szenarien. Entweder würden sich die Personen bis auf den Boden abseilen, dann wären sie von uns dort in Gewahrsam genommen worden. Oder sie würden sich wieder hochziehen, was sie dann auch taten. Für diesen Fall ging ich mit zwei Gruppen an Sicherheitskräften sofort auf das Stadiondach. Dort fällten wir den Entscheid, keinen direkten Zugriff zu tätigen. Dies erstens, weil ein Zugriff auf dem Dach einerseits für unsere Sicherheitskräfte und andererseits für die Aktivisten zu gefährlich gewesen wäre. Und zweitens schienen die Aktivisten keineswegs gewaltbereit, sie gaben sich sehr kooperativ. Es war ein Ansprechpartner dort, der sofort den Kontakt zu uns suchte, und alle hielten sich durchwegs an unsere Weisungen. Sie begleiteten uns ohne Gegenwehr mit dem Lift hinunter, wo sie der Polizei übergeben wurden. Wie die Aktivsten auf das Dach gelangten, ist Gegenstand der momentanen Ermittlungen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten und wir versuchen nun mittels Ausschlussverfahren den Weg auf das Dach zu rekonstruieren. Es ist übrigens nicht so, dass wir das Dach sicherheitstechnisch vernachlässigt hätten. Unter anderem aufgrund der Bauarbeiten im Zusammenhang mit der Errichtung einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, die im Moment im Gang sind, haben wir dort drei Stunden vor Spielbeginn noch einen Kontrollrundgang durchgeführt.“


FCB-Mediensprecherin Andrea Roth, Präsident Bernhard Heusler, Gerold Dünki (FCB-Sicherheitsverantwortlicher) und Lucien Schibli (Sicherheitsverantwortlicher Basel United).