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FC Basel  0 : 0  FC Sion
Axpo Super League
FC Basel
FC Sion
Telegramm:
FC Basel - FC Sion
Ergebnis: 0 : 0
Stadion: St. Jakob-Park
Schiedsrichter: Carrell Damien
Zuschauer: 25762
Gelbe Karten:
40. Adailton
57. Dingsdag
61. Shaqiri
68. Basha
Matchbericht
Verlauf

Der Meister wankte, aber er fiel nicht. Vor 17'526 Zuschauern erzwingt sich der FC Basel einen 3:1 (0:1) Sieg gegen den FC Aarau. Torschützen für Basel waren Huggel per Penalty, Stocker per Freistoss und der Aarauer Rapisarda per Eigentor.

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Was lange währt, wird endlich gut. Unter diesem Motto stand der Abschluss der Partie der 23. Runde zwischen dem FC Basel und dem FC Aarau. Was auf dem Papier nach einer klaren Sache aussah, war lange Zeit eher ein Geknorze und schickte die Zuschauer durch Gefühlswallungen der unterschiedlichsten Sorte. Ein Grund dafür war vielleicht auch die Aufstellung, bei der Christian Gross tief in die Spielerkiste greiffen musste, denn die Verletztenliste war doch sehr lang. So kam Sahin zu einem weiteren Einsatz in der Aussenverteidigung, der entsperrte Reto Zanni rückte dafür ins rechte Mittelfeld vor. Vorne zog Orhan Mustafi seine Kreise als Stürmer.

Das Spiel begann dann so, wie man es eigentlich erwartet, oder zumindest erhofft hatte. Basel von Beginn an spielbestimmend und nahm das Zepter in die Hand. Schon in der 3. Minute kam Stocker zu einer guten Chance, verschaffte sich den entscheidenden Raum aber durch ein Wegstossen des Verteidigers. Danach flachte die Partie zunehmend ab. Basel verstrickte sich immer öfter in unglückliche Eigenfehler und Fehlpässe, und brachte damit die bis dahin harmlosen Aarauer immer mehr ins Spiel. Die Quittung dafür kam in der 26. Minute, als Bengondo den Ball nach einer verunglückten Abwehr am 16er erbte, und einfach mal draufhielt. Der Ball flog unerreichbar für Sommer ins rechte untere Eck zur Führung für die Aarauer. Das 1:0 war sicher glücklich und auch gegen den Spielverlauf, doch beklagen durften sich die Basler nicht. Aarau wurde dadurch noch etwas frecher und versuchte sein Glück immer wieder, machten aber zuwenig aus ihren Chancen. Der FCB beschäftigte sich hauptsächlich selber und so ging es mit der knappen Führung in die Pause.

Nach dem Unterbruch kam Chipperfield für Sahin und Frei für Ferati. Zanni ging auf seine angestammte Position zurück und der FCB versuchte also mit einer offensiveren Aufstellung das Blatt noch zu wenden. Es klappte nun auch etwas mehr, aber oft wirkten die Angriffe etwas ideenlos. Basel fand einfach kein Rezept gegen die massierte Abwehr der Aarauer, die oft mit 8-9 Mann verteidigten. Fortuna hatte dann endlich ein Einsehen und lenkte die Hand von Mutsch in der 76. Minute an den Ball. Den fälligen Elfer verwandelte Huggel souverän und damit kam auch die Hoffnung zurück. Die Angriffe nun etwas zielgerichteter und direkter, trotzdem bedurfte es nochmal einer Fremdhilfe für die Entscheidung. Rapisarda rutschte in der 82. Minute unglücklich in eine Flanke und schob den Ball selber ins Tor. Aarau wirkte nun geschockt und nur weitere drei Minuten später machte Stocker alles klar. Sein Freistoss brachte die definitive Entscheidung zum 3:1. Als kleines Detail am Rande, auch dieser Schuss wurde noch von einem Aarauer abgefälscht, womit böse Zungen behaupten könnten, Aarau wäre an allen 4 Toren direkt beteiligt gewesen ;)

Der FC Basel spielte heute wohl nicht meisterlich. Und es wäre einfach, die Spieler mit Einzelkritiken abzustrafen. Aber das würde dem Team nicht gerecht, dass trotz vieler Personalumbesetzungen auch mit der Kraft der Jugend ein Spiel noch drehte und sich drei wichtige Punkte sicherte. Es war kein Schaulaufen und kein Spektakel, und vielleicht brauchte der FC Basel auch einiges von seinem Glückskontigent, aber sehr oft sind es eben genau solche Spiele, die einen Meister auszeichnen. Deshalb ziehe ich mir heute gerne eine rosarote Brille an und sage: Gut gekämpft, Basel!

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