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FC Basel  1 : 0  FC St. Gallen
Raiffeisen Super League
FC Basel
FC St. Gallen
Telegramm:
FC Basel - FC St. Gallen
Ergebnis: 1 : 0
Stadion: St. Jakob-Park
Schiedsrichter: Stefan Studer
Zuschauer: 34060
Tore:
18. Bobadilla 1:0
Gelbe Karten:
33. Janjatovic
71. Dragovic
76. Diaz
Matchbericht
Verlauf
Aufstellung

Weiter im Takt – der sechste Sieg in Serie

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Im Nachtragsspiel der 20. Super-League-Runde gewann der FC Basel 1893 am Mittwoch, 4. April 2012, auswärts gegen den FC Lausanne-Sport mit 2:0 (0:0). Gegen äusserst defensive Waadtländer erarbeitete sich der FCB zwar sehr viele Torchancen, bekundetet allerdings lange Zeit Mühe damit, daraus den angestrebten Nutzen zu ziehen. Erst ein schöner Volley-Treffer von Alex Frei (66.) brachte das Team von Trainer Heiko Vogel auf die gewünschte Spur, ehe Kwang Ryong Pak in der 87. Minute noch sein erstes Super-League-Tor zum 2:0 gelang. Weiter geht es für die Basler am kommenden Samstag mit dem Spitzenspiel beim zweitplatzierten FC Luzern.

Stade Olympique de la Pontaise in Lausanne, 12 Grad, regnerisch – die Serie hält. Auch im 20. Meisterschaftsspiel in Folge wahrt der FC Basel seine Ungeschlagenheit. Mehr noch, er fährt gegen den FC Lausanne-Sport den sechsten Sieg in Serie ein und liegt nun in der Tabelle, da er gleichviele Spiele auf dem Konto hat wie seine Verfolger, 17 Punkte vor dem FC Luzern und 19 vor dem BSC Young Boys. Acht Runden sind bis zum Saisonende noch zu spielen, was bedeutet, dass der FCB auf sehr gutem Weg ist, die angestrebte Titelverteidigung zu erreichen.

Den 2:0-Sieg in Lausanne musste sich der FCB am Mittwochabend geduldig erarbeiten. Während mehr als einer Stunde rannten die Basler gegen den Tabellen-Achten an und kamen, insbesondere gegen Ende der ersten Halbzeit, auch zu mehreren guten Abschlussversuchen. Doch Lausanne-Torhüter Fabio Coltorti hielt, was es zu halten gab – und die restlichen Schüsse der Basler verfehlten das Ziel. Die besten Chancen hatten Alex Frei (29.), Markus Steinhöfer mit einem sehenswerten Halbvolley (35.) und Jacques Zoua kurz vor der Pause. Auf Seiten der Gastgeber verfehlte Thierno Bah mit einem guten Schuss aus etwa 20 Metern das FCB-Tor nur knapp (18.), es war die beste von sehr wenigen Lausanner Offensivszenen.

Langer Ball Gilles Yapi, Volley Alex Frei – 1:0

Auch nach dem Seitenwechsel war der FCB seinem Gegner hoch überlegen. Er baute sein Angriffsspiel im „Powerplay“-Stil geduldig um den Waadtländer Abwehrriegel herum auf, während die Gastgeber nur vereinzelt konkret bis zum Basler Strafraum vordringen konnten. Lausannes Umschalten von Abwehr auf Angriff dauerte jeweils zu lange, als dass daraus ein gefährlicher Konter hätte werden können. Deshalb sah es so aus – ohne dass die Basler ein herausragendes Spiel zeigten – dass es eine Frage der Zeit sein dürfte, bis der FCB mit einem seiner diversen Angriffe zum Erfolg kommen würde. Zum ersten Mal gelang dies dann in der 66. Minute auf sehr besondere Weise: Gilles Yapi schlug über das halbe Spielfeld einen fantastischen langen Ball, den Alex Frei im Strafraum perfekt volley abnahm und damit zur hoch verdienten 1:0-Führung für sein Team traf. „Ein solches Tor erzielt nur Alex Frei“, lobte Lausannes Trainer Martin Rueda den Basler Liga-Topskorer (19 Treffer) hinterher kurz und bündig.

Doch damit war die Geschichte dieses insgesamt nicht allzu prickelnden Spiels noch nicht fertig geschrieben. Für das zweite Highlight war Basels Kwang Ryong Pak besorgt: Der Nordkoreaner war in der 67. Minute für Jacques Zoua eingewechselt worden, ehe er drei Minuten vor Schluss einen Eckball von Alex Frei mit einem wuchtigen Kopfball zum 2:0 verwertete. Es war Paks erstes Meisterschaftstor für den FCB, und natürlich war er hinterher „sehr glücklich über diesen Treffer“, wie er sagte. Auch Trainer Heiko Vogel freute sich für seinen Stürmer: „Grundsätzlich bin ich über jedes Tor glücklich, aber dieses 2:0 war für Pak ein ganz besonderer Moment, den ich ihm enorm gönne.“ Die Stichworte, mit denen Vogel Paks Vorzüge grundsätzlich umschrieb, lauten: „Beweglichkeit, gute Grundschnelligkeit, tolles Kopfballspiel und ein sehr guter Schuss.“

Es war keine leichte Aufgabe

Auch sonst war der Basler Übungsleiter insgesamt zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. „Wir hatten gewusst, dass wir hier sehr geduldig werden agieren müssen, das habe ich meinen Spielern auch in der Pause noch einmal gesagt.“ Es sei keine leichte Aufgabe gewesen für den FCB, ständig den Angriff zu suchen und gleichzeitig aufzupassen, nicht in einen Konter zu laufen. „Deshalb freut es mich, dass es am Ende so gut herausgekommen ist“, so Vogel. Mit dieser ausschliesslich positiven Grundstimmung und 17 Punkten Vorsprung in der Tabelle werden Vogel und sein Team am kommenden Samstag, 7. April 2012, zum Spitzenspiel beim FC Luzern antreten. Die Meisterschaft ist in der entscheidenden Phase.

(Remo Meister)


Das Telegramm:

FC Lausanne-Sport–FC Basel 0:2 (0:0)
Stade Olympique de la Pontaise. – 5218 Zuschauer. – SR Ludovic Gremaud.
Tore: 66. Alex Frei 0:1 (Yapi). 87. Pak 0:2 (Alex Frei).

Lausanne-Sport: Coltorti; Avanzini, Tall, Meoli, Sonnerat; Chakhsi, Marazzi (75. Khelifi), Bah, Kamber (70. Lang); Negrao (58. Sanogo), Moussilou.

FC Basel: Sommer; Steinhöfer, Abraham, Dragovic, Park; Shaqiri (88. Stocker), Granit Xhaka, Yapi, Fabian Frei (82. Andrist); Zoua (67. Pak), Alex Frei.

Bemerkungen: Lausanne ohne Roux (gesperrt), Luccin (verletzt) und Prijovic (krank). FCB ohne Streller, Cabral (beide gesperrt), Jevtic, Chipperfield, Voser und Degen (alle verletzt). – Verwarnungen: 11. Tall (Foul). 77. Sonnerat (Foul).

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