Der FCB gewinnt das wichtige dritte Gruppenspiel im UEFA-Cup gegen Ferencvaros mit 2:1 nach Toren von Rossi (59.) und Huggel (79.). Dies nachdem Rotblau zwischenzeitlich durch ein Penalty-Tor von Rósa in der 23. Minute mit 0:1 im Rückstand lag. Ein bisschen Glück war auch dabei, da in der 85. Minute der gegnerische Torhüter den zweiten Penalty des Spieles gegen den FCB verschoss. Der Sieg geht aber eindeutig in Ordnung, war der FCB doch die aktivere Mannschaft. Die Rotblauen sind in der Rangliste nun auf die dritte Stelle vorgestossen und können aus eigener Kraft die nächste Runde erreichen.
Es war das Spiel der letzten Chance für beide Mannschaften, die in zwei Spielen erst einen Punkt erreicht hatten. Auch ein Unentschieden wäre für beide Teams zuwenig gewesen. Beim FCB auf der Reservebank nur gerade vier Feldspieler die zum normalen Kader gehören, dafür zwei Spieler aus dem Nachwuchs. Christian Gross liess dabei dieselbe Mannschaft wie zuletzt gegen St. Gallen auflaufen.
In den ersten 15 Minuten war es vor allem der FCB, der das Spiel beherrschte und auch zu einigen Chancen kam. Die Ungarn überraschenderweise eher defensiv eingestellt. In der 23. Minute war es Ferencvaros welche mit einem Steilpass die Basler in Bedrängnis brachten. Smiljanic foulte den durchgebrochenen Bajevski und der Schiri entschied sofort auf Penalty. Diesen hielt Zubi zwar glanzvoll, doch erzielte Rósa im Nachschuss das 1:0, nachdem Degen und Barberis den Ball nicht aus der Gefahrenzone brachten. Es kam aber noch ärger für den FCB. Smiljanic der sich bei dieser Szene verletzte, musste in der 25. Minute durch Quennoz ersetzt werden.
Die Basler nun doch sichtlich verunsichert und so kam Vagner in der 28. Minute erneut zu einer grossen Chance, doch wieder war Zubi zur Stelle und verhinderte schlimmeres. Das Heimteam agierte nach dem Torerfolg nun offensiver und zeigte sich bemüht, das zweite Tor zu erzielen. Dem FCB seinerseits gelang nun im Angriff gar nichts mehr, häufige Ballverluste und ungenaue Zuspiele waren die Folge.
Nach der Pause war es wieder der FCB der leicht dominierte. Und diesmal wurde er dafür auch belohnt! Kléber flankte in der 59. Minute in den Strafraum und dort stand Rossi goldrichtig - der verdiente Ausgleich. Rossis Torjubel zeigte, wie dringend er dieses Tor gebraucht hatte, war es doch erst sein zweites Tor in der laufenden Spielzeit (beide im UEFA-Cup).
Das Spiel war neu lanciert. Die Basler Spieler waren nun auch deutlich agressiver - typisch dafür die Verteilung der gelben Karten. Waren es in der ersten Halbzeit die Ungarn, die drei gelbe Karten erhielten, "holten" die Basler in der zweiten Halbzeit auch in dieser Disziplin auf. Allerdings waren diese sechs Karten zum Teil auch dem kleinlich pfeiffenden Schiri zuzuschreiben.
Das Spiel wurde auf dem tiefen Boden immer kampfbetonter. In der 76. Minute dann der letzte Wechsel für den FCB - Delgado kam für den nicht sehr glücklich kämpfenden Gimenez. Drei Minuten später wurde der FCB für seinen Einsatz erneut belohnt. Wieder war es Kléber, dessen schöner Flankenball von Huggel per Kopf zielgenau ins Netz spediert wurde.
Doch sieben Minute später ein Schock für die Basler. David Degen verursachte ein Handspiel nach einem Eckball, was vom Schiri sofort erneut mit einem Penalty bestraft wurde. Diesmal trat Ferencvaros-Torhüter Szücs an - und schoss in den Himmel! Der FCB liess in der Folge nichts mehr anbrennen und brachte die drei Punkte ins Trockene.
Das Team von Christian Gross kann nun am 16. Dezember gegen Feyenoord aus eigener Kraft die nächste Runde erreichen. Ein kleiner Vorteil könnte sein, dass Feyenoord, wie Schalke, bereits qualifiziert ist.
Am Sonntag steht das Meisterschaftsspiel gegen GC auf dem Spielplan. Mit der Einstellung von heute sollte ein Sieg in Zürich möglich sein, wenn das heutige Spiel auch in den Knochen zu merken sein wird.
Telegramm
Ferencvaros - FC Basel 1:2 (1:0)
Tore: 23. Rosa 1:0 (Penalty), 59. Rossi 1:1, 79. Huggel 1:2
Ferenc Puskás - Sr. Godulyan - 22'000 Zuschauer
Ferencvaros Budapest: Lipcsei, Zavadszky, Bajevski, Huszti (83. Sowunmi), Rósa, Vukmir, Szücs, Gyepes, Vagner (Penska), Zováth, Kapic (75. Tozser)
FC Basel: Zuberbühler, Degen P, Zwyssig, Smiljanic (25. Quennoz), Kléber, Huggel, Barberis (57. D. Degen), Chipperfield, Rossi, Gimenez (76. Delgado)
FCB ohne Petric, M. Yakin, Mesbah (verletzt), Ergic (krank). Gelbe Karten: 27. Huszti, 34. Kapic, 39. Zovath, 52. Quennoz, 53. P. Degen, 67. Zwyssig, 68. Rossi, 82. Chipperfield, 86. D. Degen. / 85. Szücs verschiesst Elfmeter