In der 14. Runde der Credit Suisse Super League gastiert der FC Basel 1893 am Sonntag, 30. Oktober 2022, beim Leader BSC Young Boys (16.30 Uhr, Wankdorf, live blueTV). Die Berner haben in diesem Monat lediglich vier Punkte abgegeben und führen die Tabelle mit fünf Zählern Vorsprung an. Rotblau erwartet also eine schwierige Aufgabe – aber damit auch eine Chance sich zu beweisen.
Der FCB beschliesst einen unbefriedigenden Oktober in Bern
Die Punkteausbeute des FCB in der Meisterschaft im Oktober ist nicht zufriedenstellend: Begonnen hat Rotblau diesen Monat mit einem Sieg gegen den FC St.Gallen 1879, es folgten eine Niederlage in Lugano, Unentschieden in Genf und gegen den FC Zürich und zuletzt ein kleiner Befreiungsschlag mit dem Sieg gegen den FC Winterthur. Zum Abschluss des Oktobers folgt nun die klar schwierigste Aufgabe mit dem Auswärtsspiel beim Leader BSC Young Boys.
Die Berner holten in der gleichen Zeitspanne elf Punkte, blieben unbesiegt und führen die Tabelle mit fünf Zählern Vorsprung auf den Servette FC an. Jetzt reist der FCB mit einem kräfteraubenden Spiel und einer daraus resultierenden Enttäuschung in den Knochen und Köpfen zu diesem anspruchsvollen Auswärtsspiel an und trifft dort auf einen Gegner, der eine Woche lang Zeit hatte sich auf diese Begegnung vorzubereiten.
Rotblau wartet seit langem auf einen Sieg in Bern
YB geht also bestimmt als Favorit in diese Begegnung. Auch die Statistik spricht eine klare Sprache: Der FCB wartet seit neun Ligaspielen auf einen Sieg gegen YB und der letzte FCB-Erfolg in Bern liegt gar bereits über sechs Jahre zurück – zwölfmal trat der FCB zu Ligaspielen seither im Wankdorf an.
Diese Situation kann aber auch als Chance für Rotblau verstanden werden. Einerseits, weil die Erwartungen im Vorfeld nicht ganz so hoch sind wie bei den letzten Spielen und andererseits, weil sie die Möglichkeit böte ein Zeichen zu setzen. Im Fall, dass man die Erwartungen übertreffen würde.
Alex Frei zum Spiel bei YB vom 30.10.2022
Video: FC Basel 1893
Dazu müsste Rotblau aber wohl eine klare Steigerung im Vergleich zu den letzten Spielen an den Tag legen. In diesen gab es zwar immer wieder gute Phasen, diese wechselten sich aber zu oft mit schwachen ab, in denen man seinen Gegner zu viel gewähren liess. Alex Frei würde von seinem Team daher gerne ein «besseres Gespür für die Situation im Spiel» sehen und, «dass man in Erholungsphasen versucht den Rhythmus des Gegners zu brechen, indem man sich bei Unterbrüchen ein wenig mehr Zeit lässt».
YB mit der klar besten Tordifferenz
Gerade bei den Bernern darf man sich im Normalfall nicht viel von diesen schwächeren Phasen erlauben, denn sie wissen diese oft auszunutzen, gestehen ihren Gegner nicht viele Möglichkeiten zu und weisen daher die klar stärkste Statistik in beiden Werten der Tordifferenz auf. FCB-Trainer Alex Frei sieht die Rollen denn auch klar verteilt: «Die Young Boys sind Tabellenführer und daher logischerweise Favorit, zudem haben sie ein Heimspiel, was zusätzlich für sie spricht. Unsre Aufgabe ist es dranzubleiben und alles dafür zu geben, ein positives Resultat zu holen.»
Sowohl der FC Zürich als auch der FC Sion bewiesen zuletzt, dass man gegen die Berner punkten kann und als der FCB die Young Boys Anfang August empfing, gab es auch eine Punkteteilung. Eine Bestätigung dieser Leistung sowie des Erfolgs gegen Winterthur vom letzten Sonntag wäre sicher ein weiterer sowie noch grösserer Befreiungsschlag und würde zu einem versöhnlichen Abschluss des Monats Oktober führen.
Alex Frei äusserte sich beim Vorschaugespräch ausserdem über die Zusammenarbeit mit dem FCB-Verwaltungsrat. Seine Aussagen findest du im Video.
Alex Frei über die Zusammenarbeit mit dem FCB-VR
Video: FC Basel 1893
