Mit einem Sieg im Auswärtsspiel beim FC Lugano am Samstag, 10. Mai 2025, könnte der FC Basel 1893 die Weichen für den Gewinn der Meisterschaft am Tag darauf legen. Für einen solchen Erfolg wäre Rotblau an diesem Wochenende aber auch noch auf Schützenhilfe aus Bern angewiesen. Fabio Celestini stellt derweil keine Rechenspielchen an, für ihn steht wie schon in den vorangegangen 34 Runden nur die nächste Aufgabe im Fokus. Neben dem verletzten Finn van Breemen fehlt im Cornaredo auch der gesperrte Leon Avdullahu.
In Lugano gilt der Fokus Dingen, die man beeinflussen kann
Unter Umständen könnte der FCB an diesem Sonntag nach acht Jahren wieder Schweizer Meister werden. Es wäre dies das erste Mal in der Vereinsgeschichte, dass ein Titel nicht direkt im Anschluss an ein eigenes Spiel gefeiert würde. Daraus wird schon klar: In den eigenen Händen hat es das Team von Fabio Celestini nicht, den 21. Meistertitel an diesem Wochenende nach Basel zu holen. Sollte der Servette FC am Sonntag sein Heimspiel gegen den BSC Young Boys gewinnen, wird die Meisterschaft mit Sicherheit nicht in dieser Runde entschieden. Und sollte der FCB am Tag zuvor in Lugano nicht gewinnen auch nicht.
Der FCB kann also lediglich die Voraussetzungen dafür schaffen, dass eine Entscheidung am Sonntag möglich wird. Und das ist natürlich auch das Ziel von Fabio Celestini und seiner Mannschaft: «Wir sind der Erfüllung unseres Traums ganz nahe, aber unser Fokus liegt nun ganz auf dem Sonntag und nicht auf dem, was am Tag darauf sein könnte. Wir müssen uns auf jene Dinge konzentrieren, die wir beeinflussen können und nicht auf die anderen schauen. Und unsere Aufgabe ist es, das Spiel zu gewinnen.»
Starke Werte seit Ende März
Der FCB-Trainer ist optimistisch gestimmt, dass dies gelingen kann und nennt auch gleich Gründe für seine Zuversicht: «Wir verspüren einen positiven Druck. Und die Trainingseinheiten stimmen mich auch positiv. Ich sehe eine ruhige Mannschaft, die mit Freude trainiert und etwas erreichen will.» Dazu kommen noch die letzten Resultate: Seit Ende März und dem Auswärtsspiel in Winterthur hat der FCB wettbewerbsübergreifend seine letzten sieben Partien gewonnen und das mit einem Schnitt von über drei erzielten Treffern und nur einem halben Gegentor pro Begegnung.
Der Gegner aus dem Tessin kommt im gleichen Zeitraum, in sechs Meisterschaftsspielen, bei durchscnittlich 0,83 Goals und 1,16 Gegentoren nur auf fünf Punkte. Mit dem Sieg beim FC Luzern zum Auftakt in die Championship Group haben die Bianconeri aber ein starkes Zeichen gesetzt. Die Chancen auf einen Titel haben sie sich aber wohl trotzdem schon vorher verspielt. Theoretisch bestünde zwar, mit zwölf Punkten Rückstand bei vier ausstehenden Runden, noch die Möglichkeit den FCB einzuholen. Wobei der FCB momentan auch noch über ein komfortables Polster in der Tordifferenz verfügt. Die Aufgabe von Rotblau ist es nun eben alle Rechenspiele obsolet zu machen. Ein Sieg bei der kommenden anspruchsvollen Aufgabe wäre der nächste grosse Schritt in diese Richtung.
