Trainer und Betreuer liefern sich umkämpftes Spiel

Sonntag, 18.01.2015 // 14:12 Uhr

Der Cheftrainer des FC Basel 1893, Paulo Sousa, rief nach der Hälfte des Trainingslagers seinen gesamten Staff sowie zwei der FCB-Köche, den Teambus-Chauffeur und die im Trainingslager anwesenden Journalisten der Basler Zeitung und der Basellandschaftlichen Zeitung zu einem kleinen Freundschaftsspiel zusammen.

Pünktlich um 16.00 Uhr wurde das Spiel (2-mal 20 Minuten) im Marbella Football Center angepfiffen, nachdem die beiden Torhüter und Captains Mauro Vivarelli und Roger Eglin ein Team zusammengestellt hatten. Über die Tatsache, dass das Team Eglin aus neun und das Team Vivarelli aus zehn Spielern bestand, wurde grosszügig hinweggesehen – konnten ein paar Akteure doch verletzungsbedingt sowieso nicht 100 Prozent ihrer Leistung abrufen.

Schnell wurde klar: Beide Teams wollten den Sieg unbedingt und schenkten sich nichts. Das Team Eglin begann die Partie sehr offensiv. Sousas Analyst Manuel Cordeiro erzielte bereits nach acht Sekunden das erste Tor und gab nur neun Minuten später einen sauberen Assist auf Remo Meister, der nachdoppeln und das 2:0 erzielen konnte. Nun aber kam das Team Vivarelli besser ins Spiel und nach weiteren drei weiteren Minuten gelang dem flinken Physiotherapeuten Dirk Wüst, auf Pass von Assistent Victor Sanchez, der 1:2-Anschlusstreffer. Nun drehte Sanchez richtig auf und sorgte für ein erstes grosses Highlight, als er in der 15. Minute mit einem spektakulären Fallrückzieher den Ausgleich erzielte.

 

Und nur zwei Minuten später schlug es beim Team Vivarelli schon wieder ein: Assistenztrainer Michel Kohler beförderte den Ball mit einer sauberen Direktabnahme zum 2:3 ins Tor. Immerhin gelang dem Team Eglin kurz vor dem Pausenpfiff der psychologisch wichtige Ausgleich, als Torhütertrainer Massimo Colomba einen Cordeiro-Eckball – ebenfalls mit einem sehenswerten Volleyschuss – zum 3:3 verwertete. Trotz der torreichen ersten Halbzeit darf nicht unerwähnt bleiben, dass die beiden Torhüter Roger Eglin und Mauro Vivarelli ihr Team mit blitzschnellen Reflexen und sehenswerten Paraden mehrere Male gerettet hatten.

 

Nur Positionswechsel in der Pause

 

Die zweite Halbzeit startete mit nur einer Veränderung: Vivarelli machte im Tor dem Clubarzt Dr. Markus Weber Platz und nahm seine neue Position als Stossstürmer ein. Wegen Spielermangels gab es keine Ersatzspieler und damit auch keine weiteren Wechsel, was dem einen oder anderen weniger austrainierten Akteur je länger desto mehr anzusehen war...Und nun ging es Schlag auf Schlag: Trainer Sousa bediente Sebastian Wendel mit einem hervorragenden Assist, so dass Wendel den Ball in der 24. Minute mit einem satten Schuss zum 4:3 für das Team Egli im Tor unterbringen konnte. Nicht nur hier erkannte man deutlich, dass Sousa nichts von seinem Ballgefühl verloren hat.

 

Nur eine Minute später (25.) konnte Sanchez dank einem Assist von Vivarelli erneut ausgleichen. Kurz darauf aber versenkte Cordeiro den Ball für das andere Team wieder im Lattenkreuz – es stand 5:4, als die letzte Minute dieses hochdramatischen Spiels anlief: Sollte dem Team Vivarelli nochmals der Ausgleich gelingen oder machte das Team Eglin den Sack endgültig zu? Die Antwort lieferte wieder der omnipräsente Dirk Wüst, als er noch einmal alle Kräfte mobilisierte und kurz vor dem Schlusspfiff mit Wucht das 5:5 erzielte. Für die letzten 30 Sekunden versuchte das Team Eglin noch einmal alles (inklusive Torhüter) nach vorne zu werfen, doch der Schiedsrichter pfiff vor einer potenziellen Grosschance von Colomba ab – ein äusserst fragwürdiger Entscheid...

 

Entscheidung im Penaltyschiessen

 

Also stand es am Ende 5:5 und ein Penaltyschiessen musste vor der begeisterten Kulisse von sechs Zuschauern über Sieg oder Niederlage entscheiden. Dank Clubarzt Weber, der den entscheidenden Penalty sauber verwandelte – während der letzte Schütze des gegnerischen Teams, dessen Identität hier aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht genannt wird, verschoss – gewann das Team Vivarelli schliesslich dieses bis zur letzten Sekunde hochspannende und gehaltvolle Spiel. Vivarelli freut sich über den Sieg mit seinem Team, den er folgendermassen einordnet: "Das Team Eglin war sehr stark und hat es uns nicht einfach gemacht. Wir mussten bis am Schluss zittern und sogar noch ein Penaltyschiessen überstehen. Deshalb freuen wir uns über diesen Sieg ganz besonders". Captain Eglin wirkt trotz der Niederlage gefasst und meint: "Es ist immer hart ein Spiel nach Penaltyschiessen zu verlieren. Wir haben aber eine gute Leistung gezeigt und deshalb bin ich sehr stolz auf meine Mannschaft".

 

Das Telegramm:

 

Team Roger Eglin – Team Mauro Vivarelli 8:9 n.P. (5:5; 3:4).

Marbella Football Center. – 6 Zuschauer. – SR Juan Antonio Vargas.

Tore: 1. Cordeiro 1:0. 9. Meister 2:0 (Cordeiro). 12. D. Wüst 2:1 (Sanchez). 15. Victor 2:2. 17. Kohler 2:3. 20. Colomba (Cordeiro) 3:3. 24. Wendel (Sousa) 4:3. 25. Sachez (Vivarelli) 4:4. 26. Cordeiro 5:4. 20. Wüst (Unternährer) 5:5.

 


Team Roger Eglin: Eglin; Sousa, Cordeiro, Wittmann, Hohl, Colomba, Ammann, Wendel, Meister.

 


Team Mauro Vivarelli: Vivarelli; Torreno, Kohler, Unternährer, J. Wüst, D. Wüst, Gut, Weber, Sanchez, Hess.

 

 

Physiotherapeut Dirk Wüst und Cheftrainer Paulo Sousa kämpfen um den Ball.
Materialwart Roger Eglin hält den Ball sicher fest.
Assistenztrainer Victor Sánchez mit einer akrobatischen Einlage.

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(Bilder: Andy Müller/freshfocus)

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