Bruno Sutter – Linksfüsser mit steilem Aufstieg

Portrait
Dienstag, 26.04.2016 // 15:51 Uhr

Das Porträt über Bruno Sutter stellt die Fortsetzung einer Serie über ehemalige Spieler des FC Basel 1893 dar, die hier auf www.fcb.ch publiziert wird. Bisher wurden Pascal Zuberbühler (28. August 2014), Roland Paolucci (3. Oktober 2014), Christian Giménez (29. Dezember 2014), Martin Andermatt (12. Februar 2015), Nestor Subiat (18. März 2015), Erni Maissen (6. Mai 2015), Eigil Nielsen (16. Juli 2015), Maximilian Heidenreich (4. September 2015), André Sitek (13. November 2015) und Papa Malick Ba (13. Januar 2016) porträtiert.

Der blonde Wirbelwind Bruno Sutter sorgte einst beim FC Basel 1893 für Furore. Er spielte mit den Rotblauen national und international auf gutem Niveau, doch er musste seine Fussballkarriere schliesslich vorzeitig abbrechen, weil sein Körper streikte. Heute geht es ihm zum Glück wieder gut. In Winterthur führt er mit einem Kollegen zusammen eine Fussballschule.

 

„Mit Marco Walker und mit Dario Zuffi spielte ich einst beim FCB, und mit Urs Fischer beim FCZ – und Davide Callà war bei meinen Spielen als Bub dabei und hat mir die Sporttasche getragen.“ Bruno Sutter grinst, als er diese Reminiszenzen aus den neunziger Jahren zum Besten gibt. Der blonde Stürmer aus Langenthal, dessen Familie ihre Wurzeln in Ormalingen im beschaulichen Baselbiet hat, hat in der Tat einiges erreicht im Schweizer Spitzenfussball. Er kennt deshalb hierzulande auch viele Leute, die mit dem Fussball verbunden sind. Bevor er im Sommer 1995 zum FC Basel stiess, wirkte er in den beschaulichen Gefilden der 1. Liga. Und dann machte er bei Basel eine Blitzkarriere. Nach nicht einmal einem Monat beim FC Basel durfte er bereits mit dem FCB im Uefa Intertoto Cup (UI-Cup) antreten. FC Basel gegen Sheffield Wednesday hiess damals vor 5200 Zuschauern die Affiche im alten Stadion St. Jakob – Basel gewann dank eines Treffers von Alexandre Rey mit 1:0.

 

Es war dies der erste internationale Auftritt der Bebbi seit 1980, seit den denkwürdigen Spielen im Cup der Meister gegen Club Brügge und Roter Stern Belgrad. Zwischen 1980 und 1995 hatte bekanntlich auf internationaler Ebene bei den Baslern absolute Funkstille geherrscht. Auch bei späteren internationalen Einsätzen war Bruno Sutter mit von der Partie - etwa im UI-Cup-Spiel gegen den Karlsruher SC (mit Adrian Knup und Thorsten Fink), welches vor 11’300 Zuschauern 2:3 verloren ging. Einen wunderbaren Auftritt hatte er im Mai 1997 am 59. Final des Blue Stars Fifa Youth Cup. Gemeinsam mit Hakan Yakin, Alex Frei, Oumar Konde und Luis Calapes besiegte er den Nachwuchs von Benfica Lissabon mit 3:2 im Shoot-Out.

 

Mit Giménez und Rossi bei Lugano

 

Bruno Sutter kam in Basel in eine Zeit des Aufbruchs hinein. Als erst 18-Jähriger durfte er nach der ersten Saison auf 35 Einsätze mit der ersten Mannschaft zurückblicken. Er hatte zu diesem Zeitpunkt bereits seine Handelsschule abgeschlossen und wollte die Welt sehen. Basel wollte ihn nach seinen guten Leistungen an sich behalten, aber der bundesligaerprobte FCB-Trainer Jörg Berger hatte anderes vor. Er gab die jungen Talente an andere Vereine ab und holte an ihrer Stelle einige satte deutsche Altstars, die dann nicht einschlugen.

 

Wieselflink und torgefährlich – Bruno Sutter aus Töss.

So ging Bruno Sutter auf eine grössere Reise durch die Schweiz. Via FC Zürich, FC Schaffhausen und FC Wil wanderte er schliesslich zum FC Lugano, mit dem er 1999/2000 Vizemeister wurde. Christian Giménez und Julio Hernan Rossi waren damals bei den Bianconeri tonangebend. Nochmals Wil, der FC St. Gallen und der FC Vaduz waren Sutters weitere Stationen. Wobei er als Highlights den Aufstieg mit dem FC Vaduz (bei dem ein gewisser Yann Sommer im Goal stand) in die Super League und die Europacup-Einsätze mit den Ländle-Kickern gegen den FC Basel, Slovan Liberec, Falkirk, Zrinjski Mostar und Dinamo Tbilissi hervorhebt.

 

Angebote aus Italien, Frankreich und Israel

 

Immer wieder flatterten dem talentierten Angreifer Angebote von auswärts in Haus. Er hätte beispielsweise bei Lens in der obersten französischen Liga unterschreiben können, oder bei Lecce in der italienischen Serie B. Erich Vogel wollte ihn zu GC holen. Auch Tel Aviv lockte mit einem Angebot. Doch der vorbildliche Sportsmann Sutter hielt sich stets an seine laufenden Verträge. Fast 300 Partien bestritt der Blondschopf in der Super League, ehe sein Körper zu streiken begann. Ein Bandscheibenvorfall mit Totallähmung der linken Seite in einem Spiel mit Vaduz bedeutete für den sympathischen Sportler den Beginn einer schwierigen Zeit. Er musste langwierige Therapien machen und merkte, dass es im Sport schnell von ganz oben nach ganz unten gehen kann. Leider musste er dem Spitzensport nach dieser Phase „adieu“ sagen.

 

Bruno Sutter mit seinen zwei Kindern in der Winterthurer Altstadt.

In der Folge übernahm er in Winterthur ein Restaurant und lernte in dieser Zeit auch seine Frau kennen. Von da an ging es wieder stetig aufwärts. Heute führt er gemeinsam mit einem Kollegen die Fussballschule Foot Sport in Winterthur. Sie bieten dort an Fussball interessierten Jungen auf dem Weg zum Spitzenfussball ein ganzheitliches, professionelles Training mit mentalem Tiefgang sowie eine solide Zweitausbildung – in Zusammenarbeit mit der Bildungsinstitution Akad in Zürich. Im privaten Leben ist Bruno Sutter mit Leib und Seele Familienvater. „Die Geburt eines Kindes, das ist eine ganz andere Sphäre als der Fussball“, berichtet er. Da er sich die Arbeit und Freizeit selber einteilen kann, kann er sich oft am Nachmittag seinen Kindern widmen. Er freut sich, dass er sehen und miterleben kann, wie seine Kinder aufwachsen. Er nimmt sich auch gerne viel Zeit für sie. „Ich bin ein Familienmensch“, bekräftigt er. Ob sein Sohn dereinst einmal aktiv Fussball spielen wird, ist derzeit noch völlig offen. „Er soll das tun, woran er Freude hat“, sagt Bruno Sutter.

 

 

Steckbrief:

 

Name: Sutter

 

Vorname: Bruno

 

Geburtstag: 16. April 1977

 

Vereine:

 

FC Tössfeld bis 1992 (Junioren)

 

FC Oerlikon 1993-1994

 

SC YF Juventus 1994-1995

 

FC Basel 1995-1997

 

FC Zürich 1997-1998

 

FC Schaffhausen 1998

 

FC Wil 1999

 

Lugano 1999-2002

 

FC Wil 2002-2003

 

FC St. Gallen 2003-2006

 

FC Vaduz 2006-2010

 

SC Veltheim 2010-2011 (3. Liga)

 

FC Linth 04 2011-2012

 

Seit 2012 SC Veltheim (2. Liga)

 

Erfolge:

 

Spiele mit dem FC Basel im UI-Cup (UEFA Intertoto Cup)

 

Vizemeister Super League mit dem FC Lugano  

 

Aufstieg mit dem FC Vaduz in die Super League

 

Sieg im Final des Blue Stars Youth Cups mit dem Nachwuchs des FC Basel

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