Der FC Basel 1893 entwickelt ein umfassendes Kinderschutzkonzept für den gesamten Club. Ziel ist es, den Schutz, das Wohlbefinden und die Rechte von Kindern und Jugendlichen im gesamten Verein weiter zu stärken und klare Standards im Umgang mit jungen Menschen zu etablieren.
Startschuss zur Entwicklung eines neuen Kinderschutzkonzepts
Der Prozess zum neuen Kinderschutzkonzept orientiert sich an den Grundsätzen der UN-Kinderrechtskonvention von 1989. Sie formuliert grundlegende Rechte für Kinder weltweit – darunter Schutz, Förderung und Beteiligung. Für den FCB bedeutet das: Kinder und Jugendliche sollen nicht nur geschützt werden, sondern auch aktiv gehört werden und ihre Perspektiven einbringen können.
Breite Einbindung der FCB-Angebote für Kinder und Jugendliche
Das Konzept entsteht in einem vereinsweiten Prozess. Einbezogen werden alle Bereiche des Clubs, in denen Kinder und Jugendliche aktiv sind, darunter:
- der Nachwuchs-Campus Basel
- die Abteilung Mädchenfussball
- das FCB-DreamTeam (Behindertenfussball)
- das Programm «Zämme Schutte» mit Standorten und Primarschul-Aktionen
- der Kids-Club des FCB
Damit werden sowohl leistungsorientierte Nachwuchsstrukturen als auch Breitensportangebote berücksichtigt.
Kinder und Jugendliche gestalten das Konzept mit
Ein zentrales Element ist die Partizipation der jungen Menschen. In diesen Tagen wurden gezielt Meinungen und Ideen von Kindern eingeholt. Am 4. und 5. März 2026 fanden Beteiligungsformate mit verschiedenen Gruppen statt:
- FE12 und U15 auf dem Nachwuchs-Campus
- FF14 Mädchen
- das FCB-DreamTeam
- eine Zämme-Schutte-Gruppe am Landhof
- der Kids-Club im St. Jakob-Park
Die Kinder und Jugendlichen diskutierten dabei Fragen wie: Wie erleben sie die Trainingsatmosphäre? Wie gehen sie mit Leistungsdruck um? Was stärkt den Gruppenzusammenhalt? Und welche Orte im Stadion fühlen sich gut oder unangenehm an?
Gerade im St. Jakob-Park ging es auch um Themen wie den Zugang zum Stadion, besondere Erlebnisorte oder mögliche Unwohlgefühle – etwa rund um den Familienblock.
Begleitung durch Kindernothilfe
Begleitet wird der Prozess vom internationalen Kinderrechtswerk Kindernothilfe, das über umfangreiche Erfahrung in der Entwicklung von Schutzkonzepten im Sport verfügt. In Deutschland arbeitete die Organisation bereits mit der Deutschen Fussball Liga (DFL) und mehreren Bundesligaclubs zusammen, darunter der FC Bayern München, der VfL Wolfsburg, der VfL Bochum und der SV Werder Bremen.
Zudem besteht eine Zusammenarbeit mit der Stiftung Scort. Gemeinsam wurde ein Kinderschutzleitfaden für Behindertenfussball-Projekte entwickelt.
Verantwortung für junge Menschen
Parallel beteiligt sich der FC Basel an einer Arbeitsgruppe der Swiss Football League, in der Clubs gemeinsam Standards und Massnahmen zum Schutz von Kindern im Schweizer Fussball weiterentwickeln.
Für den FCB steht die Verantwortung gegenüber den vielen Kindern und Jugendlichen im Mittelpunkt, die Woche für Woche in den Angeboten des Clubs aktiv sind.
Kevin Ramseyer, Head Operations FCB-Academy, sagt dazu: «Als FCB betreuen wir auf einem so privilegierten Ort wie dem Nachwuchs-Campus Basel jede Woche hunderte von Kindern und Jugendlichen mit dem Ziel, den besten Fussball in der Schweiz zu spielen. Und der beste Fussball lässt sich dann spielen, wenn sie sich bei uns wohl fühlen und wenn sie in ihrer individuellen Persönlichkeit heranwachsen dürfen. Der Prozess gibt uns nicht nur Sicherheit für die Kinder und Jugendlichen, sondern auch für unsere Betreuer, Trainer und Leiter im zeitgemässen Umgang mit den uns Anvertrauten.»
Mit dem neuen Konzept will der FC Basel sicherstellen, dass der Verein auch künftig ein sicherer, respektvoller und entwicklungsfördernder Ort für Kinder und Jugendliche bleibt.
Weitere Informationen zum Thema Kinderschutz beim FC Basel 1893 finden sich auf unserer Webseite.
Startschuss zur Entwicklung eines neuen Kinderschutzkonzepts
Video: FC Basel 1893