Der FC Basel 1893 gewann im Rückspiel der 3. Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League gegen den KKS Lech Poznan 1:0 (0:0). Dies in einer Partie, die bis kurz vor Schluss torlos geblieben war, ehe Birkir Bjarnason mit seinem ersten Tor für Rotblau per Kopf den Siegtreffer erzielte. Der Gegner aus Polen spielte zwar ordentlich mit, vermochte aber irgendwie nicht allzu viel in die Waagschale zu werfen. Die Basler liefen jedenfalls zu keiner Zeit Gefahr, den Schritt in die nächste Runde zu verpassen: Mit dem 1:0 und dem 3:1 aus dem Hinspiel erreicht das Team von Urs Fischer elegant die Play-offs, die Begegnungen dazu werden am kommenden Freitagmittag in Nyon ausgelost.
1:0 gegen Lech Poznan – der FCB erreicht die Play-offs
Der FC Basel hat erfüllt und sein Ziel erreicht – die nächste Runde in der Champions-League-Qualifikation. Den Grundstein dafür hatten die Basler vor Wochenfrist mit dem sehr überzeugenden 3:1-Auswärtssieg gegen den KKS Lech Poznan gelegt. Im Rückspiel im St. Jakob-Park am Mittwochabend reichte den Baslern eine abgeklärte Leistung gegen den polnischen Meister. Über ein 0:0 in diesem Spiel hätte sich wohl niemand ernsthaft beklagen können oder wollen. Doch weil es sich einfach besser anfühlt, den Platz mit einem Sieg zu verlassen, kam Birkir Bjarnasons 1:0-Treffer in der 90. Minute natürlich allen Baslern sehr gelegen. Die perfekte Flanke zum Kopfball des Isländers kam von der rechten Seite ab dem Fuss von Davide Callà.
Bis dahin war es ein Spiel gewesen, das die gut 18‘000 Zuschauer im Basler Stadion nicht unbedingt von den Stühlen gerissen hatte. Lech Poznan schien vor allem zu Beginn der Partie sehr gewillt, trotz schwieriger Ausgangslage nach dem Hinspiel noch einmal alles zu versuchen. Die Polen starteten entsprechend frisch und aufmüpfig in die Partie, allerdings ohne auf den letzten Metern richtig konkret zu werden. Der FCB seinerseits liess ein bisschen etwas zu und fand selber – anders als zuletzt gegen Sion – nicht so richtig zu seinem flüssigen Kombinationsspiel. Das Team von Trainer Urs Fischer war nicht gezwungen, allzu viel Risiko zu nehmen, und tat dies auch nicht.
Nicht viele Chancen
Einen kurzen Basler Aufschrei gab es in der 31. Minute: Callà stach in den Strafraum der Polen, wurde dort von Barry Douglas aber am Fortkommen gehindert und etwas unsanft zu Fall gebracht. Für einen Penalty-Pfiff von Schiedsrichter Ruddy Buquet reichte es jedoch nicht. Captain Matías Delgado und Marc Janko hatten noch die eine oder andere Halbchance, ansonsten blieb es vor dem Poznan-Tor doch verhältnismässig ruhig. Über weite Strecken der Partie war dies auch im Revier von FCB-Keeper Tomas Vaclik der Fall. Erst in der 79. Minute musste er – abgesehen von ein paar zuvor abgefangenen Zuspielen zur Mitte – einmal so richtig eingreifen: In der 79. Minute wurde Lovrencsics steil lanciert und schoss aufs Tor, doch der tschechische FCB-Torhüter parierte reflexstark und rettete ins Corner-Out. Gleich danach flog ein Kopfball von Tralka aus kurzer Distanz ganz knapp neben das Tor.
Am Gesamtergebnis hätte ein so spätes Tor der Polen kaum noch etwas geändert, und irgendwie wollte für die Gäste trotz einer engagierten Leistung nichts so richtig klappen an diesem Abend. Dafür sorgte Bjarnason auf der Gegenseite kurze Zeit später noch für das süsse Gefühl des Sieges in den Reihen seiner Kollegen. Auch Trainer Urs Fischer ging es so, wie er im Anschluss an das Spiel sagte: „Ich bin glücklich, dass wir diese Hürde genommen haben. Meine Mannschaft wollte diese Runde unbedingt überstehen, das habe ich gespürt. Aber die gute Ausgangslage aus dem Hinspiel hat uns heute eher etwas gehemmt, anstatt dass wir befreit hätten aufspielen können. Der Auftritt war sicher nicht ganz so, wie wir es uns vorgestellt hatten. Trotzdem können wir uns schlussendlich sehr über den Sieg freuen.“
Das Telegramm:
FC Basel 1893 – KKS Lech Poznan 1:0 (0:0)
St. Jakob-Park. – 18‘136 Zuschauer. – SR Ruddy Buquet (FRA).
Tore: 90. Bjarnason 1:0 (Callà).
FC Basel: Vaclik; Lang, Suchy, Hoegh, Safari (89. Traoré); Kuzmanovic, Elneny; Callà, Delgado (77 .Zuffi), Bjarnason; Janko (70. Embolo).
Lech Poznan: Buric; Ceesay, Kaminski, Dudka, Douglas; Tralka; Formella (68. Lovrencsics), Jevtic (73. Thomalla), Linetty, Pawlowski; Hämäläinen (83. Robak).
Bemerkungen: FCB ohne Samuel (krank), Kakitani (verletzt), Ivanov (im Aufbau) und Xhaka (gesperrt). FCB-Ersatzbank: Traoré, Degen, Zuffi, Gashi, Akanji, Vailati und Embolo. Restliche Spieler ohne Aufgebot. – Verwarnungen: 44. Suchy (Unsportlichkeit). 44. Linetty (Unsportlichkeit). 55. Lang (Foul). 56. Kaminski (Foul). 80. Callà (Handspiel). 86. Douglas (Handspiel).
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