Eine aussergewöhnliche und spannende GV des FCB

FC Basel 1893
Samstag, 18.06.2016 // 14:26 Uhr

Die 122. ordentliche Generalversammlung des FC Basel 1893 am Samstag, 18. Juni 2016, war schon wegen ihres Rahmens speziell: Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte der Rotblauen wurde eine GV unter freiem Himmel und im Stadion St. Jakob-Park durchgeführt. Aber auch die Entscheidungen und Ankündigungen betreffend, dürfte die Veranstaltung noch länger in Erinnerung bleiben.


Zu Beginn war es vor allem der Rahmen gewesen, der herausstach,  im Vergleich zu vorangehenden Generalversammlungen des FCB: Als Premiere fand diese unter freiem Himmel statt, und welcher Ort hätte sich wohl besser dazu geeignet als die Heimstätte des Vereins – der St. Jakob-Park? 1329 Mitglieder wurden gezählt, wovon 927 stimmberechtigt waren. Und diese, wie auch 402 nicht Stimmberechtigte durften sich über eine spannende und auch mit Überraschungen gespickte Veranstaltung freuen.

 

Nach dem formellen Teil mit der Begrüssung durch den Präsidenten Bernhard Heusler, der Genehmigung der Jahresberichte, der Präsentationen der Jahresrechnungen durch Stephan Werthmüller (die genauen Zahlen entnehmen Sie bitte dem Geschäftsbericht 2015) und der Entlastung der verantwortlichen Organe, kam es zur ersten Überraschung: Als Tagespräsident fungierte David Bröckelmann. Der Schauspieler und Parodist eröffnete seinen Auftritt mit einer fiktiven Expertenrunde zur UEFA Euro 2016, in der er verschiedenste Prominente imitierte und für einige grosse Lacher sorgte. Seine Aufgabe als Tagespräsident nahm er aber sehr seriös wahr, und erfreulicherweise gab es bei den Wahlen keine Überraschung: Präsident Bernhard Heusler und die Clubleitung wurden alle einstimmig wiedergewählt.

 

Neue Einlaufmusik, neues Logo

 

Der wiedergewählte Präsident nutzte die Gelegenheit über das Projekt „FC Basel 10‘000“ zu berichten, das im letzten Dezember lanciert worden war und zum Ziel hat, die Mitgliederzahl des Vereins auf mindestens 10‘000 Leute anzuheben. Diese haben Mitbestimmungsrecht in verschiedensten Dingen. So durften die Mitglieder zuletzt beispielsweise über die Einlaufmusik der 1. Mannschaft abstimmen; das Resultat verkündete Heusler am Ende dieses Traktandums: In Zukunft wird der FCB zu den Klängen von „Heart of Courage“ von „Two Steps from Hell“ in den St. Jakob-Park einmarschieren.

 

Mit über 1'300 Anwesenden war die 122. ordentliche GV des FCB gut besucht.

Aber als stimmberechtigter Anwesender an der GV konnte man auch seine Stimme zum äusseren Erscheinungsbild des Clubs abgeben. So wurde beschlossen, dass das offizielle markenrechtlich registrierte Logo des FCB in Zukunft keinen Stern mehr beinhalten wird. „Unser Gedanke dabei war, dass das Logo zeitlos sein soll“, erklärte Heusler im Anschluss an die Generalversammlung, „wir werden den Stern aber sicher immer noch verwenden, dort, wo dieser in Verbindung steht mit dem sportlichen Erfolg, wie beispielsweise auf dem Trikot.“ Der Stern steht nämlich für den Gewinn von zehn Schweizer Meisterschaften.

 

Traktandum 14: Zukunft FC Basel 1893 AG

 

Was aber wohl noch höhere Wellen schlagen wird und wo das Stimmrecht der Mitglieder noch mehr Gewicht geniessen wird, wurde unter dem Traktandum 14 behandelt und dem Titel „Zukunft des FCB“: Wie soll es weitergehen mit dem FCB? Das ist dabei die zentrale Frage. Heusler betonte, dass der Vorstand zwar nicht unmittelbare Rücktrittsgedanken habe, dass man sich aber Überlegungen zu einer dereinstigen Stabsübergabe mache. Die aktuelle Leitung wolle daher frühzeitig eine Diskussion anregen, in welche Richtung sich der Club bewegen solle. Konzepte für die Zukunft des FCB würden entgegengenommen und von einer vom jetzigen Vorstand unabhängigen Gruppe geprüft werden. Der Entscheid, in welche Richtung mit welchen Menschen es dann gehen solle, liegt aber in den Händen der Mitglieder. Der Verwaltungsrat der FC Basel 1893 AG erklärte sich bereit, bei der Frage nach der Zukunft mit den 75 Prozent Aktienanteile, die er besitzt, dem Votum der 25 Prozent Aktienanteile, die beim Verein liegen, zu folgen, wenn es um die Weitergabe dieser 75 Prozent Anteile gehe. Vereinfacht gesagt: ohne Zustimmung der Generalversammlung kann sich niemand die Aktienmehrheit an der FC Basel 1893 AG sichern.

 

Entscheid liegt bei der Vereinsversammlung

 

 

„Es besteht wohl eine diffuse Angst in der Stadt, dass man als Mitglied dieses Vereins irgendwann aus den Medien erführe, wenn sich die Mehrheitsanteile beim FCB verschieben würden“, so Heusler nach der GV, „dem wollen wir mit diesem Entscheid entgegenwirken. Zudem wollen wir jetzt eine Diskussion anreissen und klarstellen, dass es möglich ist, Konzepte vorzulegen. Eine zentrale Frage dabei dürfte sein, ob man für eine stärkere Kapitalstruktur oder für eine stärkere Vereinsstruktur ist. Die Strategie, die wir jetzt fahren, ist die einzige, die der jetzige Vorstand glaubwürdig tragen kann, aber nicht die einzige, die möglich ist. Eine Debatte darüber wollen wir jetzt damit möglich machen und dabei klarstellen, dass die Entscheidung dafür bei der Vereinsversammlung liegt. “

 

Mehr konnte und wollte der Präsident zu diesem interessanten Punkt zu diesem Zeitpunkt nicht sagen. Und so entliess er die FCB-Mitglieder nach einer aussergewöhnlichen Generalversammlung. Aber auch hier nicht, wie gewöhnlich, für einen kleinen Imbiss, sondern er lud dazu ein, den restlichen Tag im Stadion zu verbringen, wo noch einiges los sein sollte, mit einem öffentlichen Training der 1. Mannschaft, dem Meisterschaftsplayoff-Final der U16 gegen den BSC Young Boys und dem Stadion-Tag.

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