Der FCB bleibt in Madrid chancenlos

FC Basel 1893
Dienstag, 16.09.2014 // 20:42 Uhr

Beim Auftakt zur Gruppenphase der UEFA Champions League kassierte der FC Basel 1893 am Dienstag, 16. September 2014, beim Real Madrid CF eine 1:5-Niederlage. Nach einem anständigen Beginn geriet der FCB nach rund einer Viertelstunde durch eine unglückliche Situation in Rückstand: Marek Suchy lenkte einen Schuss Nachos unhaltbar für seinen Landsmann Tomas Vaclik ab. Die spielentscheidenden Szenen spielten sich aber zwischen der 31. und der 38. Minute ab, als Real gleich dreimal traf. Derlis González konnte zwar noch vor der Pause auf 1:4 verkürzen, doch Real Madrid hatte an diesem Abend zu viel Qualität, als dass es diesen Sieg noch aus der Hand gegeben hätte. Eine gute zweite Halbzeit der Gäste wurde dann leider auch nicht mehr belohnt – im Gegenteil, Karim Benzema konnte in der Schlussphase noch auf 5:1 erhöhen

Es wäre natürlich vermessen gewesen vom FCB eine Reaktion auf die Niederlage gegen die Grasshoppers im Spiel gegen Real Madrid zu erwarten. Schon nur weil Real Madrid nach einem schwachen Saisonstart und einer Niederlage im Derby gegen Atlético Madrid unter Zugzwang stand.  Real-Trainer Carlo Ancelotti war dann auch glücklich über die Reaktion seiner Mannschaft: „Wir zeigten eine starke erste Halbzeit mit einer hohen Intensität und guten Spielverlagerungen.“ Wahrlich die Hausherren machten ziemlich schnell klar, dass sie auf Wiedergutmachung aus waren. Gerade mal die ersten gut zehn Minuten vermochte der FCB mitzuhalten, immerhin hatte er den ersten Abschluss auf das Tor des Spiels zu verzeichnen: Mohamed Elnenys Schuss brachte Real-Keeper Iker Casillas aber nicht in Schwierigkeiten.

 

Ärgerlich war, dass das erste Tor für die Madrilenen nach einer reichlich unglücklichen Aktion zustande kam:  Einen Schuss von Rechtsverteidiger Nacho wollte Marek Suchy blocken, lenkte den Ball aber so ab, dass Tomas Vaclik chancenlos war. Es war dies zwar noch nicht der Auftakt für Reals Schaulaufen, aber die Basler hatten einen ersten Schock zu verdauen, über den Sie den Rest der Partie nicht mehr wirklich hinwegkamen. Eine Viertelstunde nach dem ersten Tor kam dann die Phase, in der das Spiel entschieden wurde: Die Gastgeber trafen innert 8 Minuten dreimal und raubten damit dem FCB jegliche Hoffnungen auf einen Punktgewinn. Es war dies eine Phase, wie es sie im Fussball so oft gibt. Eine Phase, in welcher der einen Mannschaft alles gelang und die andere fast wie gelähmt nur noch dem Treiben des Gegners zuschauen kann. FCB-Trainer sprach von einer gewissen Naivität im Spiel: „Wir hatten zeitenweise zu grosse Räume zwischen den Linien. Wir wollten mutig sein und nicht nur verteidigen, das hat Real Madrid eiskalt ausgenutzt.“

 

Bale, Ronaldo, Rodriguez

 

Gareth Bale, Cristiano Ronaldo und James Rodriguez waren es, die für Real trafen. Alleine diese Namen sagen natürlich einiges über die Qualität des Titelverteidigers der Champions League 2014/2015 aus. Man hätte in dieser Phase gar noch Schlimmeres aus Basler Sicht erwarten können, umso höher ist es den Basler Spielern anzurechnen, dass sie selbst nach dem 0:4 die Köpfe nicht hängen liessen und wieder ins Spiel fanden. „Wir haben auch Charakter gezeigt“, so Sousa. Das wurde dann auch noch vor dem Pausenpfiff belohnt: Luca Zuffi lancierte mit einem Traumpass Derlis González und der Paraguayer traf mit einem schönen Schuss aus rund 18 Metern in die tiefe Ecke. Die Pause kam für die Gäste aber wohl trotzdem zu keinem schlechten Zeitpunkt.

 

Nach dem Wiederanpfiff war der FCB wieder besser eingestellt auf die Madrider Angriffe und schaffte es auch einige Male gefährlich vor dem Tor Iker Casillas aufzutauchen. González hatte dabei die wohl grösste Chance und hätte sich beinahe als Doppeltorschütze feiern lassen können. Dem jungen Flügelspieler versagten aber alleine vor dem Madrider Torhüter die Nerven und es resultierte nur ein Eckball aus dieser wirklich guten Szene, die Fabian Frei mit einem gekonnten Pass eingeleitet hatte.

 

Schlichtweg mehr Qualität in Reals Reihen

 

Jubeln durfte aber im zweiten Durchgang nur Real Madrid, Karim Benzema traf in der Schlussphase zum Endresultat von 5:1. Und die Erkenntnis von diesem Spiel kann wohl nur sein, dass die Mannschaft von Real Madrid eindeutig und auch verständlicherweise schlichtweg über mehr Qualität verfügt als jene des FCB. Das bestätigte auch Paulo Sousa nach dem Spiel: „Wir haben gegen eine der besten Mannschaften Europas gespielt, die gespickt ist mit bedeutenden Spielern aus der ganzen Welt.“

 

Im anderen Spiel der Gruppe B gewann Liverpool gegen Ludogorets Razgrad mit 2:1.

 

Das Telegramm:

 

Real Madrid CF – FC Basel 1893 5:1 (4:1)

Estadio Santiago Bernabéu. – 65'364 Zuschauer. – SR Damir Skomina (Slowenien)

Tore: 14. Eigentor Suchy1:0 (Nacho). 30. Bale 2:0 (Modric). 31. Ronaldo 3:0 (Bale). 37. James Rodriguez 4:0. 38. González 4:1 (Zuffi). 79. Benzema 5:1 (Ronaldo).

 

Real Madrid: Casillas; Nacho, Pepe, Ramos (66. Varane), Marcelo; Modric (73. Illaramendi), Kroos, James Rodriguez; Bale, Benzema (81. Hernández), Ronaldo.

 

FCB : Vaclik; Schär, Samuel (64. Kakitani), Suchy; Xhaka, Elneny, Frei (83. Delgado), Safari;  González, Streller (73. Embolo), Zuffi.

 

Bemerkungen : FCB ohne Degen, Ivanov, Srey Die (alle verletzt) und Diaz (gesperrt). Ersatzbank FCB: Aliji, Callà, Embolo, Delgado, Gashi, Kakitani und Vailati. Restliche Spieler ohne Aufgebot. – Verwarnungen: 55. Elneny (Foul). 60. Samuel (Foul). 85. Pepe (Foul). – 75. Pfostenschuss Schär.

 

Cristiano Ronaldo und Behrang Safari im Zweikampf.
Weltmeister Toni Kroos und im Hintergrund FCB-Torschütze Derlis González.
Luca Zuffi leitete mit einem Traumpass das 1:4 ein.

Bilder vom Spiel in Madrid: Hier klicken

 

(Fotos: Valeriano di Domenico)

Dieser Inhalt wurde automatisch von einem alten System migriert. Auffällige Fehler bitte an newsroom@fcb.ch schicken.

 

Mehr zum Thema

Ihr Browser ist veraltet.
Er wird nicht mehr aktualisiert.
Bitte laden Sie einen dieser aktuellen und kostenlosen Browser herunter.
Chrome Mozilla Firefox Microsoft Edge
Chrome Firefox Edge
Google Chrome
Mozilla Firefox
MS Edge
Warum benötige ich einen aktuellen Browser?
Sicherheit
Neuere Browser schützen besser vor Viren, Betrug, Datendiebstahl und anderen Bedrohungen Ihrer Privatsphäre und Sicherheit. Aktuelle Browser schließen Sicherheitslücken, durch die Angreifer in Ihren Computer gelangen können.
Neue Technologien
Die auf modernen Webseiten eingesetzten Techniken werden durch aktuelle Browser besser unterstützt. So erhöht sich die Funktionalität, und die Darstellung wird verbessert. Mit neuen Funktionen und Erweiterungen werden Sie schneller und einfacher im Internet surfen können.