Viel Pech für den FCB bei der Niederlage in Sofia

FC Basel 1893
Mittwoch, 22.10.2014 // 20:52 Uhr

Die 0:1-Niederlage des FC Basel 1893 beim PFC Ludogorets Razgrad in der UEFA Champions League am Mittwoch, 22. Oktober 2014, war mit viel Pech verbunden. Über 70 Minuten mussten die Basler zu zehnt bestreiten, nachdem Geoffroy Serey Die in der 18. Minute zu Unrecht vom Platz gestellt worden war. Zuerst konnte der FCB diesen Rückschlag noch gut verkraften und spielte gut mit. Je länger das Spiel aber dauerte, machte sich die numerische Unterzahl immer mehr bemerkbar. Die Gastgeber hatten klar mehr Spielanteile im zweiten Durchgang, die Basler verteidigten aber geschickt und liessen selten Gefahr aufkommen. Das Tor fiel dann in der Nachspielzeit und war aus Basler Sicht äusserst unglücklich in der Entstehung: Bei Yordan Minevs Weitschuss war dem Basler Schlussmann de Sicht verdeckt, so dass der sicher spielende Tomas Vaclik keine Abwehrchance mehr hatte. Gleichzeitig gewann der Real Madrid CF in Liverpool mit 3:0, damit führen die Madrilenen die Gruppe B mit neun Punkten an, vor drei Teams mit drei Punkten.

Sicher, an den spielerischen Anteilen gemessen in der zweiten Halbzeit war der Sieg von Ludogorets Razgrad verdient. Die Bulgaren hatten mehr für das Spiel  getan, waren dabei aber auch im Vorteil, da sie mit einem Mann mehr auf dem Platz standen. Grund dafür war eine Szene in der 18. Minute als Geoffroy Serey Die unglücklich seinen Gegenspieler traf, Gelb hätte man für dieses Vergehen vielleicht geben können. Paulo Sousa hatte die Szene nach eigener Aussage zwar nicht genau gesehen, sagte aber, dass „die Szene spielentscheidend war“. Und damit lag er wohl richtig. Die rote Karte, die Schiedsrichter Deniz Aytekin zückte war sicherlich übertrieben. „Alle Details liefen heute gegen uns“, meinte Sousa zum Spielverlauf und traf damit den Nagel auf den Kopf.

 

Zunächst liess sich der FCB nicht beirren durch diesen Nachteil, er hatte sogar seine beste Phase im Spielabschnitt kurz nach dem Platzverweis. Am gefährlichsten wurde es dabei nach einem Schuss Derlis González‘, den Ludogorets-Torhüter Vladislav Stoyanov nur mit Mühe um den Pfosten lenken konnte (28.). Mit zunehmender Spieldauer konnten die Basler ihre numerische Unterzahl auf dem Platz aber nicht kaschieren und Ludogorets bekam immer mehr Überwasser. Auch Sousa sah das so: „In der ersten Hälfte hatten wir noch Kraft und konnten Chancen herausspielen. In der zweiten Halbzeit war aber Ludogorets klar am Drücker.“

 

Ludogorets im zweiten Durchgang spielbestimmend

 

Die Bulgaren waren zwar spielbestimmend und taten, als Heimmannschaft und mit einem Mann mehr verständlicherweise, mehr für das Spiel. Gefahr kam vor Tomas Vacliks Tor aber nur sehr selten auf. Das lag einerseits an der starken Leistung des Basler Schlussmanns, der einige Chancen schon in der Entstehung verhinderte und andererseits an der guten defensiven Leistung des gesamten FCB. Die zehn verbliebenen Rotblauen kämpften aufopferungsvoll. Bis zur Nachspielzeit hielten sie dicht und dann kam jene Szene, die zwar nicht den Spielverlauf auf den Kopf stellte, den FCB aber um einen wohlverdienten Punkt brachte.

 

Verständlicherweise war der Jubel auf Seiten Ludogorets riesig, schliesslich war es nicht nur der erste Vollerfolg für die Gastgeber in der Champions League, es war gleichzeitig auch der erste Punktgewinn einer bulgarischen Mannschaft in diesem Wettbewerb. Für den FCB dagegen ist diese Niederlage gleich mehrfach ärgerlich: Da war einerseits der Zeitpunkt des Tores, die Entstehung des Treffers, die Tatsache, dass man zu Unrecht über eine lange Zeit zu zehnt agieren musste und man mit einem einfachen Punktgewinn den zweiten Platz hätte übernehmen können. Jetzt kommt es wohl zu einem Dreikampf zwischen dem FCB, dem Liverpool FC und Ludogorets Razgrad um den zweiten Platz.

 

Nun kommt es zum Dreikampf um Platz 2

 

Immerhin hat der FCB den Vorteil gegenüber den anderen beiden Teams, dass er noch zwei Heimspiele austragen darf. Liverpool und Razgrad spielen nur noch einmal zuhause. „Das könnte ein Vorteil für uns sein, wenn im Stadion solch eine Stimmung herrscht, wie beim Spiel gegen Liverpool“, sagte Sousa zu dieser Ausgangslage.

 

Das Telegramm:

 

PFC Ludogorets Razgrad – FC Basel 1893 1:0 (0:0)

Natsionalen Stadion Vasil Levski. – 32‘000 Zuschauer. – Deniz Aytekin (Deutschland).

Tore: 91. Minev 1:0.

 

Ludogorets: Stoyanov; Junior Caiçara, Terziev, Moti, Minev; Dyakov, Fabio Espinho; Dani Abalo (77. Misidjan), Marcelinho, Alexandrov (80. Wanderson); Bezjak (68. Hamza).

 

FCB: Vaclik; Xhaka, Schär, Suchy, Aliji (75. Ajeti); Elneny, Frei, Serey Die; Callà (84. Hamoudi), Embolo, González (86. Sio).

 

Bemerkungen: FCB ohne Delgado, Ivanov, Streller, Safari (alle verletzt) und Diaz (gesperrt). – Platzverweis: 18. Serey Die (Foul). Verwarnungen: 24. Minev (Foul). 44. Xhaka (Foul). 46. González (Foul). 67. Embolo (Foul). 85. Frei (Foul). 86. Moti (Foul). 92. Fabio Espinho (Unsportlichkeit). 91. Schär (Unsportlichkeit).

 

Ungläubige Gesichter beim FCB: Serey Die wird zu Unrecht vom Platz gestellt.
Fabian Frei kommt gegen Marcelinho einen Schritt zu spät, aber ohne Folgen.
Svetoslav Dyakov und Mohamed Elneny im Kampf um den Ball.

(Fotos: Andy Müller/freshfocus)

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