Im Achtelfinal an einem starken Sevilla gescheitert

FC Basel 1893
Donnerstag, 17.03.2016 // 23:00 Uhr

Mit der 0:3-Niederlage beim FC Sevilla am Donnerstag, 17. März 2016, schied der FC Basel 1893 im Achtelfinal der UEFA Europa League aus. Über ein Grossteil der 90 Minuten konnte der FCB die Partie im Estadio Ramón Sánchez Pizjuán ausgeglichen gestalten. Ein Doppelpack Kevin Gameiros kurz vor der Pause entschied die Partie aber endgültig, nachdem Adil Rami die Hausherren nach 35 Minuten bereits in Führung gebracht hatte. Es spricht für den Charakter und die Moral des Teams Urs Fischers, dass es auch in einer aussichtslosen Situation nie aufgab und bis zum Schluss auch den Weg nach vorne suchte. Trotzdem haben sich die Spanier den Einzug in die Viertelfinals im Rückspiel sicherlich verdient.

Das Resultat täuscht schlussendlich ein wenig; der FCB zeigte durchaus keine schlechte Leistung im Spiel beim Sevilla FC. Der Doppelschlag kurz vor der Pause entschied aber eine Partie, in der die Spanier zuvor zwar eine optische Überlegenheit, aber nicht die eindeutigeren Chancen besessen hatten als die Basler.

 

Kurz nach der Sevilla-Führung, die Adil Rami per Flugkopfball und via Innenpfosten bewerkstelligt hatte, war der FCB dem Ausgleich sogar plötzlich sehr nahe. David Soria kratzte aber den Kopfball Daniel Hoeghs, nach einem Eckball Delgados, noch von der Linie und es folgten dann eben jene Minuten, in denen die Spanier den Unterschied machten. Urs Fischer beschrieb die entscheidenden Momente dieser Partie folgendermassen: „Wir haben es nicht schlecht gemacht, aber in den zwei Minuten vor der Pause haben wir uns dumm angestellt und die falschen Entscheidungen getroffen.“

 

Doppelpack von Gameiro

 

Innerhalb einer Minute traf Kevin Gameiro doppelt und entschied so eine Partie, die davor noch keine klare Tendenz aufgewiesen hatte. Beim ersten Tor profitierte er von einer hervorragenden Vorarbeit von José Antonio Reyes. Beim zweiten Treffer traf er im Nachschuss, nachdem er eine Flanke Michael Krohn-Dehlis per Kopf zuerst an die Latte gelenkt hatte.

 

Die 90 Minuten in Sevilla gehörten aber zu den besseren Leistungen, die der FCB in den letzten Jahren in Spanien abgeliefert hatte und es gilt den Baslern auch zugute zu halten, dass sie trotz aussichtslosem Spielstand nie den Kampf aufgaben. Auch wenn das Wettkampfglück ganz bestimmt nicht auf der Seite des FCB war an diesem  Abend, gilt es festzuhalten, dass die Basler gegen einen sehr starken Gegner ausgeschieden sind und sich der Sevilla FC das Weiterkommen redlich verdient hat.

 

„Im Moment überwiegt die Enttäuschung“

 

Es war schon vor der Partie klar gewesen, dass der FCB eine ausserordentliche Leistung gebraucht hätte, um ein viertes Mal in seiner Vereinsgeschichte in die Viertelfinals der Europa League vorzustossen. Eine solche ist es sicher nicht gewesen, aber der FCB deutete auch in Sevilla zeitenweise sein Potential an, das er in dieser Europacup-Kampagne auch schon unter Beweis gestellt hatte: In den 14 internationalen Spielen dieser Saison gingen die Basler in sieben Partien als Sieger vom Platz, viermal spielte er unentschieden und dreimal verlor er. Auch Urs Fischer konnte dem europäischen Auftritt seines Teams trotz der Enttäuschung über das Aus Positives abgewinnen: „Wir sind in einer nicht einfachen Gruppe Erster geworden und schalteten danach auch die AS Saint-Étienne aus, was sicher auch nicht einfach war. Im Moment überwiegt aber die Enttäuschung.“

 

Es wäre vielleicht übertrieben zu sagen, dass der FCB alleine wegen der zwei Minuten vor der Pause ausschied, schliesslich gelang ihm in 180 Minuten kein Tor gegen Sevilla. Hätte er aber auch in dieser Phase die Konzentration hochhalten können, wäre vielleicht mehr möglich gewesen gegen einen Gegner, der nun verdient in die nächste Runde eingezogen ist, aber gerade über 180 Minuten nicht so viel stärker schien, dass ein Ausscheiden des FCB zwingend war. Sicherlich waren die Spanier aber effizienter sowie cleverer und das machte über beide Spiele gesehen einen grossen Teil des Unterschieds zwischen den beiden Teams aus.

 

Das Telegramm:

 

Sevilla FC  - FC Basel 1893 3:0 (3:0)

Estadio Ramón Sánchez Pizjuán. – 35‘546 Zuschauer. – SR Deniz Aytekin (Deutschland).

Tore: 35. Rami 1:0 (Reyes). 44. Gameiro 2:0 (Reyes). 45. Gameiro 3:0 (Krohn-Dehli).

 

SFC: Soria; Mariano Ferreira, Rami, Kolodziejczak, Trémoulinas; Cristóforo, Iborra (61. Krychowiak); Reyes, Banega, Krohn-Dehli (49. Escudero); Gameiro (69. Llorente). 

 

FCB: Vaclik; Hoegh, Suchy, Safari; Lang, Xhaka, Zuffi, Steffen; Bjarnason (61. Fransson); Delgado (61. Embolo), Janko (71. Itten).

 

Bemerkungen: SFC ohne N’Zonzi (gesperrt), Konoplyanka und Vitolo (beide verletzt). FCB ohne Samuel (gesperrt), Akanji, Degen, Boëtius, Sporar (alle verletzt). Ersatzbank FCB: Callà, Embolo, Fransson, Hunziker, Itten, Traoré und Vailati. Restliche Spieler ohne Aufgebot. – Verwarnungen: 7. , Kolodziejczak (Foul). 39. Steffen (Foul, im nächsten Spiel gesperrt). 94. Embolo (Foul, im nächsten Spiel gesperrt).

 

Éver Banega im Zweikampf mit Matías Delgado.
Der Ball kullert zur Führung für Sevilla ins Tor.
Kevin Gameiro und Taulant Xhaka im Kampf um den Ball.

Mehr Fotos vom Spiel: Hier klicken

 

(Photos: Andy Müller/freshfocus)

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