FCB-Frauen gewinnen gegen den FCZ

Women Super League
Donnerstag, 27.08.2020 // 08:46 Uhr

Nach einer fulminanten Aufholjagd schlagen die Frauen des FC Basel 1893 den amtierenden Schweizer Meister FC Zürich am Mittwoch, 26. August 2020, mit 3:1 (0:1). Die Tore zum Sieg im ersten Heimspiel der Saison erzielten zwei Mal Camille Surdez und Riola Xhemaili durch einen Elfmeter in der Nachspielzeit. Mit sieben Punkten aus drei Spielen steht der FCB auf dem zweiten Tabellenrang hinter dem verlustpunktlosen Servette FC Chênois Féminin.

VOR DEM SPIEL:

 

Trainer Sébastien Bader wechselte im Vergleich zum Unentschieden gegen die Frauen des BSC Young Boys auf zwei Positionen. Für Kristina Sundov und Juliana Gütermann spielten Camille Surdez und Imane Saoud von Beginn an. So setzte sich die Startaufstellung folgendermassen zusammen: Vor Michèle Tschudin im Tor liefen Marion Rey, Gianna Ferrara, Melanie Huber und Yasmin Bunter auf. Das Mittelfeld-Trio bildeten Eli Mayr, Riola Xhemaili und Vanesa Hoti. Selina Fockers und Imane Saoud unterstützten Sturmspitze Camille Surdez von den Flügeln.

 

DIE ERSTE HALBZEIT:

 

In den ersten Minuten tasteten sich die beiden Teams gemächlich ab. Keiner wollte den ersten Fehler machen und so entwickelte sich ein Spiel ohne grössere Chancen. Dies hielt an bis in die Mitte der ersten Halbzeit, als es plötzlich Schlag auf Schlag ging. Einen langen Ball in den Basler Strafraum konnte die Zürcher Stürmerin einen Tick vor Torhüterin Michèle Tschudin erreichen, der nur das Foul übrigblieb. Der Schiedsrichter zeigte zurecht auf den Punkt. Doch Michèle Tschudin machte ihren Fehler sogleich wieder gut und parierte den fälligen Strafstoss von Fabienne Humm souverän. Diese Aktion weckte beide Teams auf und es folgte ein munteres Hin und Her mit Torchancen auf beiden Seiten. Mit einem der letzten Angriffe konnte der amtierende Schweizer Meister dann noch vor der Pause in Führung gehen. Die vorher vom Elfmeterpunkt gescheiterte Humm platzierte einen Kopfball nach einer Flanke von der linken Seite unhaltbar im Basler Netz. Zu einem psychologisch ungünstigeren Zeitpunkt hätte das Gegentor nicht fallen können, denn nur wenige Augenblicke später pfiff der Schiedsrichter zur Halbzeitpause.

 

DIE ZWEITE HALBZEIT:

 

Zu Beginn der zweiten Halbzeit spürte man sogleich den Willen der Baslerinnen, den Rückstand so schnell wie möglich wieder rückgängig zu machen. Dabei ging die Defensivarbeit zuerst ein wenig vergessen, so dass die Zürcherinnen einige gefährliche Überzahlsituationen ausspielen konnten. Zum guten Glück für Rotblau liessen diese Angriffe zu oft die nötige Präzision vermissen und der letzte Pass kam selten an. Auf der Gegenseite führte das offensive Pressing des Teams von Sébastien Bader dazu, dass der Ausgleich bald spürbar in der Luft lag.

 

In der 59. Minute war es dann soweit, als Camille Surdez sich auf der linken Seite durchsetzte und die Zürcher Torhüterin mit einem satten Schuss bezwang. Der Jubel war gross, doch man war noch nicht zufrieden. Die Hoffnung auf einen Vollerfolg wurde zudem durch die Tatsache bestärkt, dass man physisch stärker wirkte als der Gegner und noch mehr Benzin im Tank zu haben schien. Und so kam es in der 81. Minute tatsächlich zum Führungstreffer für Rotblau. Wieder war es Camille Surdez, die ihre Farben mit ihrem bereits vierten Treffer im zweiten Spiel (Gegen YB kam sie nicht zum Einsatz) in Führung brachte. In den letzten Minuten sorgten ein aberkanntes Tor des FCZ und eine strittige Elfmeteraktion im Basler Strafraum noch für Nervosität. Als der Schiedsrichter nach einem Foul an Camille Surdez dann jedoch auf der Gegenseite auf den Punkt zeigte, war das Spiel entschieden. Riola Xhemaili hämmerte den Ball entschlossen ins Netz und sorgte so für den 3:1 Endstand und den tollen Heimsieg.

 

NACH DEM SPIEL:

 

Die 17-jährige Xhemaili zeigte sich nach ihrem Elfmetertor sichtlich glücklich: «Am Anfang war es nicht einfach, besonders nach dem Rückstand. Doch nach der Pause wussten wir alle, dass wir dieses Spiel noch gewinnen können und das haben wir als Team dann auch erreicht. Beim Elfmeter war ich voller Überzeugung, dass ich dieses Tor erziele. Auch hier hatte ich die volle Unterstützung des gesamten Teams. Es gibt doch nichts Schöneres, als gegen den FC Zürich zu treffen. Nun fahren wir weiter und wollen am Sonntag die nächsten drei Punkte holen.»

 

Es gibt doch nichts Schöneres, als gegen den FC Zürich zu treffen.

Riola Xhemaili

 

Torhüterin Michèle Tschudin schlug ähnliche Töne an: «Es war ein sehr aufregendes Spiel. Gegen Zürich will man immer drei Punkte holen und es blieb bis in die letzte Minute spannend. Erst nach dem verwandelten Elfmeter konnte ich aufatmen.» Ihre Elfmeterparade beschrieb sie folgendermassen: «Wenn ich einen Elfmeter verschulde, dann bin ich umso motivierter ihn zu halten, denn sonst ist es klar mein Fehler. Zum Glück ist mir dies gelungen.» Auch Tschudin ist mit dem Saisonstart zufrieden und will am Sonntag an diesen Sieg anknüpfen.

 

Trainer Sébastien Bader äusserte sich nach dem Sieg im ersten Heimspiel gegen den amtierenden Schweizer Meister natürlich auch zufrieden: «Gratulation an die Spielerinnen! Nach dem Rückstand in der ersten Halbzeit haben wir in der zweiten Hälfte eine sehr starke Leistung gesehen. Man konnte spüren, dass wir dieses Spiel gewinnen wollen und auch können. Wir sind natürlich froh und zufrieden, dass wir einen Titelanwärter schlagen konnten. Aber der Weg ist noch lange. Und in dieser englischen Woche geht es Schlag auf Schlag weiter und am Sonntag geht es bereits um die nächsten drei Punkte.»

 

Das Telegramm:

 

FC Basel 1893 – FC Zürich 3:1 (0:1)

Leichtathletik Stadion Basel.

Tore: 44. Humm 0:1. 59. Surdez 1:1. 81. Surdez 2:1. 90.+3 Xhemaili 3:1.

 

FCB: Tschudin; Rey, Ferrara, Huber, Bunter (70. Schmid); Mayr, Xhemaili, Hoti; Saoud (65. Gütermann), Surdez, Fockers (84. Sundov).

 

FCZ: Stutz; Stierli, Fischer, Zogg; Piubel (86. Andrade), Ramseier, Moser (78. Enz), Ljustina, Baumann; Humm, Deplazes (83. Dubs).

 

Bemerkungen: FCB ohne Brunner, Csigi, Hirschi, Jermann, Merazguia, Sturgess und Pilgrim (alle verletzt/angeschlagen). Verwarnungen: Keine.

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